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30.06.2008 16:16

DFG fördert an der Bauhaus-Universität Weimar Forschungen zu "Soft Constraint Frameworks für Simulationsmodelle"

Dr. Michael Eckardt Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    Ab September 2008 wird das Forschungsprojekt "Soft Constraint Framework für Simulationsmodelle" der Juniorprofessur "Theoretische Methoden des Projektmanagements" in den nächsten drei Jahren durch die DFG mit insgesamt 247.800 EURO unterstützt

    Bereits seit zwei Jahren beschäftigt sich die Juniorprofessur unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus König in Zusammenarbeit mit der Professur Baubetrieb und Bauverfahren mit der Simulation von Ausbauprozessen. Im Rahmen der SIMoFIT-Kooperation mit der Flensburger Schiffsbaugesellschaft mbH wurde beispielsweise ein neuartiger ereignis-diskreter Constraint-basierter Simulationsansatz entwickelt, welcher die Modellierung von komplexen Bauprozessen erheblich vereinfacht. Dieser Simulationsansatz wird auch im Rahmen des genehmigten DFG-Projektes verwendet und um spezielle unscharfe Randbedingungen erweitert.

    Eine erfolgreiche Durchführung von Bauprojekten hängt von vielen Kriterien ab, welche in der Arbeitsvorbereitung berücksichtigt werden müssen. Aufgrund des vorherrschenden Termindrucks erfolgt jedoch in der Praxis meist nur unzureichend detaillierte Ausbauplanung, obwohl die Ausbauprozesse über einen Drittel des gesamten Bauvolumens im deutschen Hochbau betragen. Nur durch eine genauere Planung der Ausbauprozesse kann der Koordinierungsaufwand reduziert, Produktionsabläufe verbessert, Ressourcenverbrauch und Kosten gesenkt, Ausführungszeiten verkürzt und Termine eingehalten werden. Durch die Simulation der Ausbauprozesse können verschiedene Szenarien unter Einbindung dieser Kriterien untersucht, berechnet und visualisiert werden, um so eine möglichst optimale Ausführungsreihenfolge zu ermitteln.

    Um eine realistischere Beschreibung der Randbedingungen zu erreichen, sollen in dem nun bewilligten DFG-Forschungsvorhaben auch Restriktionen berücksichtigt werden, die sich ausschließlich unscharf formulieren lassen bzw. nicht zwingend erforderlich sind. Diese sogenannten Soft Constraints werden ebenfalls bei der Suche nach einer optimalen Lösung verwendet, wenn zu viele zwingende Restriktionen existieren oder wenn Restriktionen nur in einem gewissen Rahmen erfüllt werden müssen. Im Rahmen des DFG-Projektes werden vorhandene Ansätze zur Beschreibung von Soft Constraints untersucht und entsprechend zur Beschreibung von Restriktionen im Ausbau angepasst. Somit können Engpässe und Erfahrungswerte analysiert und Verbesserungsstrategien erprobt werden.

    Weitere Informationen bei:

    Prof. Dr.-Ing. Markus König
    Fakultät Bauingenieurwesen
    Juniorprofessur Theoretische
    Methoden des Projektmanagements
    Marienstraße 7
    D-99423 Weimar

    phone: +49 (0) 36 43/58 48 25
    fax: +49 (0) 36 43/58 45 86


    Weitere Informationen:

    http://markus.koenig@bauing.uni-weimar.de
    http://www.uni-weimar.de/Bauing/tmpm/kontakt.html


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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