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02.07.2008 14:30

Mit mathematischem Blick auf die Kunst der Architektur geschaut

Julia Kranz Redaktionsbüro Jahr der Mathematik
Jahr der Mathematik

    Schavan: "Hier wird die Schönheit der Mathematik greifbar" / Berliner Kunstbibliothek zeigt "Maß, Zahl und Gewicht" im Jahr der Mathematik

    Mathematik ist seit Jahrtausenden Grundlage und Inspirationsquelle der Architektur. Das zeigt ab Freitag die Ausstellung "Maß, Zahl und Gewicht" der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Im Wissenschaftsjahr 2008 schaut die Ausstellung mit mathematischem Blick auf Meisterwerke der Sammlung Architektur im Kulturforum am Potsdamer Platz. Dabei spannen die rund 150 Exponate einen Bogen vom 16. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts: von der rasanten Verbreitung mathematisch-architektonischer Kenntnisse durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern bis hin zur Einführung des metrischen Systems im 19. Jahrhundert.

    "Diese Ausstellung im Jahr der Mathematik bietet uns reichlich Gelegenheit, Mathematik neu zu entdecken. Hier wird die Schönheit der Mathematik greifbar! 'Maß, Zahl und Gewicht' verbindet in beeindruckender Form zwei Welten, die nur auf den allerersten Blick nicht viel gemein zu haben scheinen: Kunst und Mathematik", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei ihrem Besuch der Ausstellung am Mittwoch. In einem Spannungsfeld von der elementaren Statik über die Kreisbogenornamente gotischer Dome bis zu Schinkels "proportionaler Kammermusik" entfaltet sich ein kunstvolles Bildpanorama und verdeutlicht die aus dem apokryphen "Buch der Weisheit" hergeleitete These, dass Maß, Zahl und Gewicht die Grundlagen aller menschlichen Technik und Wissenschaft darstellen.

    Schavan betonte, dass Bibliotheken an der Schnittstelle von Wissenschaft und Bildung eine zentrale Rolle einnehmen: "Bibliotheken entwickeln neue Formen der Vermittlung und leisten dadurch tagtäglich wichtige Pionierarbeit. Der Zugang zur Mathematik gelingt in dieser Ausstellung auf besonders anschauliche Weise." Das Jahr der Mathematik ermöglicht erstmals, einen "mathematischen Blick" auf die reichen Bestände der Architektursammlung der Kunstbibliothek zu werfen und dabei einige Werke zum ersten Mal in ihrer mathematisch-architektonischen Bedeutung zu entschlüsseln.

    Die Staatlichen Museen zu Berlin leisten mit "Maß, Zahl und Gewicht" einen wertvollen Beitrag zum Jahr der Mathematik und setzen ein wichtiges Zeichen für den Forschungs- und Bildungsauftrag der Museen. Bereits im Jahr 2007 war die Kunstbibliothek federführend bei der Konzeption der Ausstellung "Das abc der Bilder". Im Jahr der Mathematik stellt sie ihre Sammlung Architektur in den Mittelpunkt. Die Ausstellung ist mit Unterstützung des BMBF und in Kooperation mit dem Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz entstanden.

    Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 vom BMBF zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog veranstaltet. Ziel ist es, Wissenschaft allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen und insbesondere junge Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern. Das Wissenschaftsjahr 2008 will die vielen Facetten und die zahlreichen Anwendungen der Mathematik in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Das Jahr der Mathematik wird gemeinsam mit der Deutschen Telekom Stiftung und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ausgerichtet.

    Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr 2008 erhalten Sie beim Redaktionsbüro Jahr der Mathematik, Tel. 030 / 700 186 - 741, E-Mail: info@jahr-der-mathematik.de und im Internet unter http://www.jahr-der-mathematik.de.

    Die Ausstellung läuft vom 4. Juli bis 28. September in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, Kulturforum, Potsdamer Platz.


    Weitere Informationen:

    http://www.jahr-der-mathematik.de
    http://www.smb.spk-berlin.de


    Bilder

    Charles Robert Cockerell, (Höhen-)Vergleich hauptsächlich gotischer europäischer Gebäude und der Cheopspyramide. Um 1840. Graphit und Feder, grau und braun getuscht, 347 x 445 mm
    Charles Robert Cockerell, (Höhen-)Vergleich hauptsächlich gotischer europäischer Gebäude und der Che ...
    Quelle: © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Foto Dietmar Katz. Zur Verwendung freigegeben bis: 30.10.2008

    Johann Andreas Graff, Perspektivische Zeichnung eines Hofes mit Einzeichnung aller konstruktiven Linien und Punkte 1689. Federzeichnung, braun getuscht, 330 x 408 mm
    Johann Andreas Graff, Perspektivische Zeichnung eines Hofes mit Einzeichnung aller konstruktiven Lin ...
    Quelle: © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Foto Dietmar Katz. Zur Verwendung freigegeben bis: 30.10.2008


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Kunst / Design, Mathematik, Musik / Theater, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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