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Wissenschaft
Bei der Begutachtung durch den Wissenschaftsrat hat sich das Forschungszentrum Dresden (FZD) in Rossendorf überzeugend als Großforschungseinrichtung präsentiert. Größe und Struktur des aus sechs Instituten bestehenden FZD, die Zahl der dort betriebenen Großgeräte wie auch die überzeugenden Forschungsprogramme haben den Wissenschaftsrat dazu veranlasst, einen Wechsel der Förderorganisation vorzuschlagen. Empfohlen wird, die Einrichtung künftig in der Helmholtz-Gemeinschaft zu fördern. Seit 1992 wird das aus dem Zentralinstitut für Kernforschung Rossendorf bei Dresden hervorgegangene FZD in der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) gefördert. Dort ist es das größte Institut.
Das Zentrum wird engagiert und effizient geleitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hoch motiviert und erbringen insgesamt sehr gute Forschungsleistungen. In den letzten Jahren hat das Zentrum sein wissenschaftliches Profil gezielt in Richtung einer Großforschungseinrichtung entwickelt. Die Zahl der Großgeräte, die in erheblichem Umfang auch extern genutzt werden, wurde seit der letzten Evaluierung durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2000 verdoppelt. Sie ermöglichen dem FZD die Bearbeitung langfristiger Themen hoher Komplexität in den Bereichen "Materialforschung", "Krebsforschung" und "Sicherheitsforschung". Das wissenschaftliche Spektrum wurde fokussiert, so dass die im FZD bearbeiteten Themen die Forschungsbereiche der Helmholtz-Gemeinschaft sinnvoll ergänzen.
Sollte die mit dem Wechsel verbundene Änderung der Bund-Länder-Finanzierung nicht sofort umsetzbar sein, bittet der Wissenschaftsrat den Bund und den Freistaat Sachsen, für eine angemessene Zeitspanne eine gleitende Übergangsregelung zu finden. Er geht zudem davon aus, dass der Freistaat Sachsen die bei einem Wechsel frei werdenden Mittel in Höhe von ca. 20 Mio. Euro in der Forschung einsetzt.
Hinweis: Die "Stellungnahme zum Forschungszentrum Dresden (FZD) - Rossendorf" (Drs. 8576-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
http://www.wissenschaftsrat.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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