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09.07.2008 09:20

Förderpreise der TL-Stiftung verliehen

Michael Seifert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Am gestrigen 8. Juli wurden die diesjährigen Förderpreise der Tübinger TL-Stiftung verliehen. Die Stiftung wurde vom Unternehmer Bernhard Bruscha 2000 ins Leben gerufen und vergibt diese Fördermittel in fünfstelliger Höhe für neue kreative Projekte junger Wissenschaftler, für die andere Mittel nicht zur Verfügung stehen.

    Sebastian Schultheiß, Doktorand am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, wird mit seinem Projekt "Tatsächliche Nutzung von Bioinformatik-Webservices durch Forscher in den Lebenswissenschaften" untersuchen, ob Computerprogramme von Bioinformatikern im Netz tatsächlich von anderen Wissenschaftlern weiterführend genutzt werden. Das Ziel ist eine effektive und nachhaltige Nutzung dieser einmal entwickelten Methoden.

    Jakob Marquardt, Doktorand an der Tübinger Universitätsklinik für Neurochirurgie, wurde ausgezeichnet für sein Projekt "Entwicklung eines ergonomie-optimierten Konzepts zur Integration eines computerassistierten Visualisierungssystems". Er versucht, intelligente Lösungen für typische ergonomische Probleme zu finden, die durch sehr große Operationsmikroskope entstehen, um die der Operateur oft herum greifen muss, die aber für die Neurochirurgie unerlässlich sind. Hierzu sollen in Kooperation mit der Industrie neue Steuerungselemente entwickelt werden, die Bildanzeigen von präoperativen und operativen Daten in Displays verbessern.

    Als ausscheidender Vorsitzender des Kuratoriums der TL-Stiftung konnte der frühere Rektor Prof. Dr. Eberhard Schaich einen Sonderpreis verleihen, der an Diplomingenieur Luis Huergo ging. Ihm ist es gelungen einen neuen Algorithmus zu entwickeln, der in einem großen europäischen Projekt über wissensbasierte Wirtschaft Anwendung findet. In diesem Projekt geht es darum, 116 Indikatoren aus allen EU-Staaten zu integrieren. Das Problem dabei ist, dass nur 42% der Daten wirklich vorliegen. Mit einem intelligenten Algorithmus könnte es erreicht werden, trotz dieser Datenlücken aussagefähige Analysen über den Zusammenhang von Wissensgesellschaft und Wirtschaft zu treffen.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Wirtschaft
    regional
    Forschungsergebnisse, Personalia
    Deutsch


     

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