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11.07.2008 12:37

Sommerschule zu "Cultural Translations" mit Teilnehmern aus aller Welt

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Die Graduiertenschule "Society and Culture in Motion" (Gesellschaft und Kultur in Bewegung) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg veranstaltet vom 13. bis 20. Juli 2008 ihre erste Sommerschule. Es geht dabei um "Cultural Translation" (kulturelle Übersetzung). Doktoranden haben Gelegenheit, die Herangehensweisen führender Vertreter historischer, sozial- und regionalwissenschaftlicher Disziplinen zum Forschungsfeld kultureller Translationen kennenzulernen, sich gegenseitig ihre Forschungsarbeiten vorzustellen und Anregungen für neue Perspektiven zu gewinnen. Zu den 28 Teilnehmern und zehn Dozenten gesellen sich weitere Zuhörer aus der Graduiertenschule und dem Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung. Teilnehmer und Dozenten kommen aus aller Welt, beispielsweise aus Oxford, New York, Addis Abeba und Sao Paulo.

    Die Graduiertenschule besteht seit 2005 und hieß bis vor Kurzem "Asia and Africa in World Reference Systems" (Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen). Sie dient der Förderung des exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchses mit einem in Halle traditionell starken Bezug auf außereuropäische Kulturen.

    Dementsprechend kommen zur Sommerschule junge Forscher, deren Arbeiten vielversprechend sind. Sie widmen sich Themen wie dem Islam, Demokratiekonzepten, Internetblogs, Frauenrechten und Kriminalitätsbekämpfung, stets mit einem interkulturellen Fokus. Die Dozenten markieren den State of the Art ihrer jeweiligen Disziplinen, zum Beispiel in der Geschichte, der Literaturwissenschaft und der Anthropologie. Seitens der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind Professor Matthias Kaufmann (Philosophie) und Professor Richard Rottenburg (Ethnologie) an der Sommerschule beteiligt.

    "Als Schlüssel zum besseren Verständnis von sozialem Wandel dient der Begriff der Translation", erklärt Dr. Hagen Findeis, Koordinator der Graduiertenschule "Society and Culture in Motion". "Translation erfasst Vorgänge, die die Wanderung von Ideen, Artefakten und Modellen ermöglichen. Jeder Translationsvorgang verändert den Übersetzenden und seinen Kontext, dasjenige, das übertragen wird, sowie den Herkunftskontext. Dementsprechend werden die Teilnehmer der Sommerschule angeregt, zu fragen: Wie hängen Translation und Wandel zusammen? Was bedeutet es, Ideen, Artefakte und Modelle zu übersetzen? Welche Kontexte spielen dabei eine Rolle?"

    Neben den wissenschaftlichen Vorträgen der eingeladenen Dozenten und der Vorstellung ihrer eigenen Forschungsprojekte sollen die Teilnehmer auch von den informellen Diskussionen im Rahmen der Sommerschule profitieren.

    Gefördert wird die Sommerschule von der VolkswagenStiftung. Arbeitssprache ist Englisch. Eine weitergehende Kooperation ist mit den Universitäten Oxford, Kopenhagen und Neapel geplant. Die nächste Sommerschule in diesem Forschungsfeld findet 2009 in Oxford statt.

    Ansprechpartner:
    Dr. Hagen Findeis
    Graduate School Society and Culture in Motion
    Tel.: 0345 55 24077
    E-Mail: hagen.findeis@gsaa.uni-halle.de


    Weitere Informationen:

    http://www.gsaa.uni-halle.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Religion, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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