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30.07.2008 08:46

Neuer Master-Studiengang "Pharmazeutische Biotechnologie"

Dr. Margarete Wein Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Bundesweit zum ersten Mal startet im Wintersemester 2008/09 an der Martin-Luther-Universität der englischsprachige universitäre Master-Studiengang "Pharmaceutical Biotechnology". Das Angebot richtet sich an in- und ausländische Bachelor-Absolventen aus den Biowissenschaften und der Chemie und Absolventen der Pharmazie mit erstem Staatsexamen. Der Studiengang vermittelt Methoden und Techniken zur Entwicklung,Prüfung, Herstellung und Zulassung neuer Arzneimittel.

    Der bundesweite erste universitäre Master-Studiengang "Pharmaceutical Biotechnology" startet im kommenden Wintersemester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das englischsprachige Angebot richtet sich an in- und ausländische Bachelor-Absolventen aus den Biowissenschaften und der Chemie und Absolventen der Pharmazie mit erstem Staatsexamen. Sie können in dem Studiengang Methoden und Techniken erlernen, um neue Arzneimittel zu entwickeln, zu prüfen, herzustellen und zugelassen zu bekommen.

    "Wir wollen die Master-Studierenden bestens vorbereiten für die Tätigkeit in der Wissenschaft oder in der Pharmaindustrie", sagt Prof. Dr. Markus Pietzsch vom Institut für Pharmazie der MLU. "In Halle bestehen dazu ideale Voraussetzungen. Die pharmazeutische Forschung ist anerkannt gut, Ranking-Ergebnisse zeigen das. Außerdem ist der Forschungsstandort Halle stark ausgerichtet auf therapeutische Proteine und Biotechnologie."

    Im Wesentlichen geht es in der pharmazeutischen Biotechnologie um gentechnisch erzeugte therapeutische Proteine. Zu den ältesten und bekanntesten medizinischen Produkten, die mithilfe solcher Proteine erzeugt werden, zählen Insulinpräparate. Auch Anti-Brustkrebsmittel, Medikamente gegen Mukoviszidose oder das Therapeutikum Erythropoetin (EPO) werden biotechnologisch hergestellt.

    "Im neuen Studiengang sollen zunächst die Denkweisen vermittelt werden, die nötig sind, um dementsprechende Produktneuheiten zu entwickeln", führt Markus Pietzsch aus. Darüber hinaus stehen molekularbiologische Techniken auf dem Lehrplan, Produktionsaspekte und die Reinigung der Produkte. Somit spielen auch ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen eine Rolle. Es geht zudem darum, wie die Neuentwicklungen in eine Darreichungsform gebracht werden und patentiert werden können.

    "Von Seiten der Industrie und aus Fachverbänden ist uns signalisiert worden, dass an einem solchen Studiengang höchstes Interesse besteht", berichtet Pietzsch. Die MLU starte also nicht ohne Grund den ersten universitären Studiengang dieser Art. Bislang gebe es lediglich ein Angebot einer Fachhochschule im süddeutschen Raum.

    Einige Unternehmen haben ihre Unterstützung zugesagt, auch in Form von Beiträgen zur Lehre, z. B. die Roche Pharma AG und die Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH. Zur Zielgruppe des nicht-konsekutiven Master-Studiengangs zählen Pharmazeuten, Biologen und Chemiker sowie Biochemiker, -technologen und -ingenieure, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben. Der Abschluss berechtigt zur Promotion an jeder deutschen Universität. Bis zum 31. August 2008 sollen sich Interessierte an der MLU bewerben. Die Universität strebt einen Ausländeranteil von 50 Prozent an. Studiengebühren werden derzeit nicht erhoben.

    Prof. Dr. Markus Pietzsch
    Institut für Pharmazie
    Telefon: 0345 55 25949
    E-Mail: markus.pietzsch@pharmazie.uni-halle.de

    Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Neubert
    Direktor des Instituts für Pharmazie
    Telefon: 0345 55 25000
    E-Mail: reinhard.neubert@pharmazie.uni-halle.de


    Weitere Informationen:

    http://www.pharmazie.uni-halle.de/
    http://downstream.pharmazie.uni-halle.de/pharmaceutical_biotechnology_msc/


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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