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20.08.2008 11:17

Internationale Tagung der Materialforscher in Dresden

Dr. Carola Langer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden

    Vom 24. bis 29. August 2008 findet im Hörsaalzentrum der TU Dresden die "13. International Conference on Rapidly Quenched & Metastable Materials", kurz RQ13, statt. 300 Materialforscher aus aller Welt werden ihre Ergebnisse zu rasch-erstarrten Legierungen und metallischen Gläsern vorstellen und diskutieren.

    Metallische Gläser sind metallische Legierungen mit einer besonderen atomaren Struktur: Bei herkömmlichen Metallen sind die Atome in regelmäßigen Gittern angeordnet. Metallische Gläser verfügen dagegen über eine regellose Atomanordnung. Diese kann z.B. durch schnelles Abkühlen der Metallschmelze erreicht werden, wodurch die regellose Atomanordnung in der Schmelze quasi eingefroren wird. Alternativ können durch schnelles Abkühlen auch sehr feinkristalline Legierungen mit Nanostrukturen erzeugt werden. Diese neue Klasse von Werkstoffen hat vielversprechende technische und physikalische Eigenschaften. Während einige metallische Gläser und nanokristalline Legierungen mit außergewöhnlich guten weichmagnetischen Eigenschaften bereits in großem Maßstab industriell eingesetzt werden, befinden sich metallische Massivgläser noch im Stadium der Entwicklung und der Grundlagenuntersuchungen. Metallische Gläser sind im Allgemeinen wesentlich härter, verschleißfester, elastischer und korrosionsbeständiger als konventionelle Legierungen. Hinsichtlich der Anwendung sind sie deshalb für Werkzeugbauer, Medizintechniker, zur Wasserstoffspeicherung oder auch für Sportgerätehersteller interessant. Alle drei Jahre treffen sich die auf diesem Gebiet tätigen Wissenschaftler zur Internationalen Konferenz zu rasch-erstarrten und metastabilen Materialien (International Conference on Rapidly Quenched & Metastable Materials, kurz RQ).
    Professor Dr. Jürgen Eckert, der seit 2006 das Institut für Komplexe Materialien im IFW leitet und an der TU Dresden lehrt, ist Spezialist auf diesem Gebiet und hat sich als einer der Pioniere in Sachen metallischer Gläser internationale Anerkennung erworben. Er ist ein früherer Mitarbeiter und Schüler von Prof. Dr. Ludwig Schultz, Wissenschaftlicher Direktor des IFW. Gemeinsam haben sie sich dafür eingesetzt, dass die RQ-Tagung 2008 in Dresden stattfindet. Erwartet werden ca. 300 Teilnehmer aus allen 5 Erdteilen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Jürgen Eckert
    j.eckert@ifw-dresden.de
    Tel. (0351) 46 59 217

    Prof. Dr. Ludwig Schultz
    l.schultz@ifw-dresden.de
    Tel. (0351) 46 59 460


    Weitere Informationen:

    http://rq13.ifw-dresden.de/ (Website der Tagung)


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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