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21.08.2008 10:05

Studierende und Mitarbeiter der Uni Mainz übersetzen fürs Fernsehen ins Lateinische

Petra Giegerich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    3sat strahlt "Kulturzeit extra" in lateinischer Sprache mit deutschen Untertiteln aus - Sendung am Samstag, 23. August um 19.20 Uhr

    (Mainz, 21. August 2008, lei) Im Rahmen des 3sat-Thementages "Imperium Romanum" wird am 23. August um 19.20 Uhr eine "Kulturzeit extra" in lateinischer Sprache mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt. Für die Übersetzung der ursprünglich deutschen, englischen und französischen Moderations- und Beitragstexte ist ein Expertenteam um Univ.-Prof. Dr. Christine Walde vom Seminar für Klassische Philologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verantwortlich. Sieben Studierende und Doktoranden haben zusammen mit ihrer Professorin dabei nicht nur Texte übersetzt, sondern mit der Moderatorin Andrea Meier und den Synchronsprechern auch die Aussprache eingeübt. "Für uns war es eine einmalige Erfahrung, diese alte Sprache gerade in Zusammenarbeit mit dem modernen Medium Fernsehen einmal anders als im universitären und schulischen Kontext zu gebrauchen. Es war wohl für beide Seiten eine Horizonterweiterung der besonderen Art", resümiert Christine Walde die Erlebnisse der letzten Wochen. Während der vergangenen 14 Tage war täglich zumindest ein Seminarteilnehmer bei 3sat vor Ort, um aktiv und beratend an der Produktion der Sendung mitzuarbeiten. "Dabei zeigte sich, dass Übersetzung und Synchronisation mit Latein ebenso funktionieren wie mit einer modernen Fremdsprache", so Walde. Die Klassische Philologin erwartet, dass die vermutlich weltweit erste "normale" Fernsehsendung in lateinischer Sprache auch dem Lateinunterricht an Schulen und Universitäten neue Impulse geben könnte.

    "Was heißt Bankomat auf Latein?", "Wie übersetzt man Hubschrauberlandeplatz?", "Welches lateinische Wort gibt es für Internet?" Diese Fragen stellen sich die Mitarbeiter der Fondazione Latinitas im Vatikan immer wieder, deren ausschließliche Aufgabe es ist, den Sprachbestand des Klassischen Lateins mit den Anforderungen der heutigen Zeit zu harmonisieren. Latein ist im kleinsten Staat der Welt Amtssprache und so müssen auch moderne Wörter in die Sprache des alten Rom übersetzt werden. Vor ähnlichen Problemen stand das Team der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den letzten Wochen. In der 3sat-Sendung "Kulturzeit extra" werden aktuelle Themen mit Bezug zum alten Rom in der Sprache der alten Römer präsentiert. Unter anderem wird Tina Mendelsohn in London mit Richard Harris über den zweiten Teil der Cicero-Trilogie sprechen, an der der Erfolgsautor aktuell arbeitet. Ernst Grandits lässt sich von Mitarbeitern des Vatikans erklären, wie man dort im Alltag mit der lateinischen Sprache umgeht und die Gruppe "Ista" rappt auf Latein.

    Kontakt und Informationen:
    Univ.-Prof. Dr. phil. Christine Walde
    Wiss. Mitarbeiter Daniel Groß
    Seminar für Klassische Philologie
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Tel. 06131 39-22786
    Fax 06131 39-24797
    E-Mail: waldec@uni-mainz.de oder groda@uni-mainz.de


    Weitere Informationen:

    http://www.klassphil.uni-mainz.de/135.php


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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