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21.08.2008 14:12

Eigener Hochschulcampus für Leverkusen - Gemeinsame Initiative der Fachhochschule Köln, IHK Köln und der Stadt Leverkusen

Petra Schmidt-Bentum Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Köln

    Im Landeswettbewerb um den Aus- und Neubau von Fachhochschulen ziehen die Fachhochschule Köln, die Stadt Leverkusen und die IHK Köln an einem Strang: gemeinsam wurde die Errichtung eines Campus Leverkusen als Dependance der Fachhochschule Köln beim Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) NRW beantragt. Geschaffen werden soll ein Studienangebot mit rund 1000 Studienplätzen in den für die Hochschule neuen Fachrichtungen Technische Chemie, Pharmazeutische Chemie und Physikalische Technik. Angesiedelt werden soll der Campus Leverkusen auf dem Gelände der neuen bahn stadt :opladen. Zum Campus Leverkusen würde auch das "Labor- und Technikzentrum" der Currenta GmbH gehören.

    "Durch die enge Kooperation mit der Stadt Leverkusen und der regionalen Wirtschaft bieten sich für einen Campus Leverkusen beste Voraussetzungen: Die Fachhochschule kann ihr Portfolio um Angewandte Naturwissenschaften erweitern und die regionale Industrie profitiert nicht nur von der Möglichkeit, den steigenden Bedarf an akademisch qualifizierten Fachkräften zu decken, sondern auch vom Entwicklungs- und Dienstleistungspotenzial, das eine Fachhochschule mitbringt. Beide Aspekte werden sich positiv auf die Entwicklung des Standorts und damit auf die Stadt Leverkusen auswirken", unterstreicht der Präsident der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. phil. Joachim Metzner.

    Die Wirtschaft signalisiert ein deutliches Interesse am Aufbau des Campus Leverkusen: So könnte die Hälfte der vorgesehenen Studienplätze als so genannte Kombi-Studienplätze besetzt werden, bei der neben einer Berufsausbildung oder begleitend zur Berufstätigkeit ein Studium absolviert wird. Weiterhin sind die Unternehmen bereit, technische Einrichtungen und Labore sowie Lehrbeauftragte zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind auch studienbegleitende Förderprogramme (Studienfonds) angedacht.

    Voraussetzung für eine dauerhafte Entwicklung der regionalen Wirtschaft sei ein ausreichendes Angebot an Fachkräften, betont Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. "Zu der überdurchschnittlichen betrieblichen Ausbildungsleistung der Unternehmen muss in der Region ein ausreichendes Angebot an akademisch- bevorzugt natur- und ingenieurwissenschaftlich - qualifizierten Fach- und Führungskräften vorhanden sein, um die Unternehmen dauerhaft weiterentwickeln zu können. Fachkräfte aus den Regionen Köln und Düsseldorf finden eher selten den Weg nach Leverkusen. Dabei setzen die Unternehmen schon jetzt auf die Kooperation mit den Fachhochschulen in Form von Kombinationsangeboten von Ausbildung und Studium, um akademische Fachkräfte an die Unternehmen in der Region Leverkusen zu binden. Dies möchten wir mit dem Campus Leverkusen ausbauen."

    Der Campus Leverkusen soll auf dem Gelände der neuen bahn stadt: opladen angesiedelt werden. Das ehemalige Areal der Deutschen Bahn AG ist jetzt A-Projekt der Regionale 2010 und wird mit Mitteln von Bund und Land entwickelt. Das Gelände ist verkehrlich gut angebunden an den ChemPark Leverkusen, in dem ca. 60 Unternehmen ihren Sitz haben, und an das überdurchschnittlich ausgestattete Bildungs- und Berufsschulzentrum der Currenta GmbH, das mit seinen freien Kapazitäten als "Labor- und Technikzentrum" Bestandteil des Campus Leverkusen werden soll.

    Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler bekräftigt: "Die Errichtung des Campus Leverkusen wäre ein hervorragendes Signal für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Leverkusen. Es zeigt, dass nach schwierigen Jahren des Strukturwandels, in denen Leverkusen grundlegende Umstrukturierungen in der Unternehmenslandschaft erlebt hat, wieder eine Neuorientierung in dieser Stadt erfolgt. Wir wollen, dass unsere mathematisch-naturwissenschaftlich hervorragend ausgebildeten Abiturienten nach ihrem Schulabschluss am Fachhochschulstandort Leverkusen studieren und dass sie das zukünftige akademische Personal unserer heimischen Wirtschaft werden. Darüber hinaus wäre die Errichtung des Campus Leverkusen in städtebaulicher Hinsicht ein überaus gewichtiger Impuls für die weitere Entwicklung der neuen bahn stadt :opladen."

    Die 162 000-Einwohner-Stadt Leverkusen befindet sich in einer Phase des Wandels; es ist gelungen, zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie anzusiedeln. Mit vier so genannten "MINT-Excellenz-Schulen" (Schulen, die sich durch ein überdurchschnittliches Angebot in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auszeichnen) nimmt die Stadt Leverkusen einen Spitzenplatz in Deutschland ein.

    Erhält die Initiative den Zuschlag, könnte 2010 der Studienbetrieb am Campus Leverkusen aufgenommen werden. Nach Angaben des MIWFT sind bis zum Ende der Bewerbungsfrist am vergangenen Freitag Anträge von 22 Städten, Regionen und Fachhochschulen eingegangen; elf Bewerbungen beziehen sich auf den Ausbau bestehender Fachhochschulen, die anderen elf Bewerbungen auf Neugründungen. Vorgesehen ist laut Ministerium die Gründung von drei Hochschulen an neuen Standorten und der Ausbau von fünf bestehenden Hochschulen. Bis Ende September wird eine Expertenjury eine Vorauswahl aus den Bewerbungen treffen. Ende Oktober haben die ausgewählten Bewerber Gelegenheit, der Jury ihre Konzepte im Detail zu präsentieren. Das Expertengremium wird bis Ende November eine Empfehlung erarbeiten, auf deren Basis die Landesregierung im Dezember eine Kabinettentscheidung treffen.

    Kontakt für die Medien
    Fachhochschule Köln
    Sybille Fuhrmann
    Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Telefon: 0221 / 8275-3051
    E-Mail: sybille.fuhrmann@fh-koeln.de

    Stadt Leverkusen
    Irmgard Schenk-Zittlau
    stellv. Pressesprecherin
    Telefon: 0214 / 4068863
    E-Mail: irmgard.schenk@stadt.leverkusen.de

    Industrie- und Handelskammer zu Köln
    Dr. Arnd Klein-Zirbes
    Leiter der Pressestelle
    Telefon: 0221 / 1640-160
    E-Mail: arndt.klein-zirbes@koeln.ihk.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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