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02.09.2008 15:18

Schnelle Versorgung bei Herzinfarkt

Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

    Neue Chest Pain Unit (CPU) am Frankfurter Universitätsklinikum

    Bei einem Herzinfarkt oder anderen kardiologischen Notfällen zählt jede Minute - eine schnelle Diagnostik und Therapie sind überlebenswichtig. Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main hat nun in der Zentralen Notaufnahme eine Chest Pain Unit (CPU), zu deutsch Herznotfalleinheit, zur Versorgung von Patienten mit akuten Brustschmerzen oder Atemnot eingerichtet. Ohne Zeitverlust können kardiologische Notfallpatienten hier an vier Überwachungsplätzen auf höchstem Niveau behandelt werden.

    "Das neue Zentrum verkürzt die Diagnosezeit, macht eine rasche Therapie möglich und trägt somit entscheidend zu einer verbesserten Versorgung bei", erläutert der Kardiologe und leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik III,
    Prof. Dr. V. Schächinger. Die CPU ist mit neuen, modernen technischen Geräten, zum Beispiel EKG, Herzultraschall und Monitorüberwachung ausgestattet. Eng vernetzt ist die Herznotfalleinheit mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas J. Vogl, welches in unmittelbarer Reichweite moderne Schichtbildverfahren (hochauflösendes CT, Kernspinntomographie) zur kardiologischen Diagnostik ermöglicht und der Abteilung für Thorax, Herz- und thorakale Gefäßchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. A. Moritz. Die Uniklinik bietet dadurch alle kardiologischen Therapieverfahren aus einer Hand an: Neben einer raschen invasiven Diagnostik (Herzkatheter) und Aufdehnung der Herzkranzgefäße (Stentimplantation) können ohne lange Transportwege auch alle herzchirurgischen Verfahren direkt durchgeführt werden.

    Täglich stehen rund um die Uhr Ärzte der Kardiologie und geschultes Pflegepersonal zur Verfügung, um Patienten zu versorgen und niedergelassene Ärzte bei akuten Verdachtsfällen zu beraten. Leitlinien mit konkreten Handlungsanweisungen legen den Behandlungsverlauf von der Erstdiagnostik bis zur Verlegung der Patienten auf die Station fest. Das neue Konzept umfasst zudem genaue Vorschriften zur Qualitätskontrolle und -sicherung.

    Als kardiologisches Kompetenzzentrum ist die CPU in die Zentrale Notaufnahme des Klinikums integriert. "Häufig sind neben der Herzerkrankung auch weitere Organe betroffen" stellt Prof. Dr. A. Zeiher, Direktor der Medizinischen Klinik III, Kardiologie, fest und kommt zu dem Schluss: "Die gewählte Organisationsform gibt uns die Möglichkeit, neben einer optimalen kardiologischen Versorgung interdisziplinär auf alle Ressourcen einer Klinik der Maximalversorgung direkt zurückgreifen zu können, wovon die Patienten besonders profitieren".

    Die Chest Pain Unit ermöglicht darüber hinaus eine optimale Nutzung der stationären Kapazitäten. Patienten, bei denen eine kardiale Erkrankung sicher ausgeschlossen werden kann, werden schneller wieder entlassen. Für Patienten mit bestätigten Erkrankungen erfolgt die stationäre Aufnahme mit Planung der weiteren Diagnostik für die Folgetage bereits in der CPU. Dadurch können Fehlbelegungen vermieden und die Krankenhausverweildauer reduziert werden.

    Frankfurt am Main, 02. September 2008

    Für weitere Informationen:

    Prof. Dr. V. Schächinger
    Medizinische Klinik III - Kardiologie
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/Main
    Fon (0 69) 63 01 - 73 87
    Fax (0 69) 63 01 - 65 46
    E-Mail schaechinger@em.uni-frankfurt.de
    Internet www.kardiologie-uni-frankfurt.de

    Ricarda Wessinghage
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
    Fon (0 69) 63 01 - 77 64
    Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
    E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
    Internet www.kgu.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


     

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