idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
03.09.2008 14:25

Deutsches Krebsforschungszentrum als Partner im Spitzencluster erfolgreich:

Dr. Stefanie Seltmann Stabsabteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum

    Stammzellforschung als Herzstück des ausgezeichneten Spitzenclusters "Zellbasierte und Molekulare Medizin"

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum verfügt seit Jahren über Erfahrung auf dem Gebiet der Forschung an adulten Stammzellen. Seit dem 1. Juli verstärkt der neue Leiter der Abteilung Zellbiologie, Professor Andreas Trumpp, als international ausgewiesener Spezialist für Krebsstammzellen diesen bedeutenden Forschungsbereich. Unter seiner Leitung soll ein Zentrum für Stammzellforschung entstehen, in dem sich Partner aus dem DKFZ, dem Universitätsklinikum sowie der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg mit der Dietmar-Hopp-Stiftung zusammen schließen, um die Stammzellforschung auf international kompetitivem Niveau zu betreiben.

    Das Zentrum namens I-STEM soll in Form eines "Public Private Partnership", also in Zusammenarbeit zwischen akademischer Wissenschaft und Privatwirtschaft geführt werden. I-STEM ist ein Herzstück der nun erfolgreichen Bewerbung des Spitzenclusters "Zellbasierte und Molekulare Medizin" in der Metropolregion Rhein-Neckar. So kommt die damit verbundene Förderung aus Berlin nun auch der anwendungsnahen Forschung zu Krebsstammzellen im Deutschen Krebsforschungszentrum zugute, denn jeden privat finanzierten Euro verdoppelt das Bundesforschungsministerium. Professor Andreas Trumpp zeigte sich überaus erfreut über die Nachricht aus Berlin: "Das ist ein riesiger Schub für die Stammzellforschung", der wissenschaftliche Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, Professor Otmar Wiestler ergänzt: "Dies ist eine wunderbare Bestätigung unseres Ansatzes, strategische Partnerschaften mit der Industrie einzugehen. Ich freue mich gemeinsam mit Professor Stefan Meuer und Dr. Christian Tidona, den beiden Koordinatoren des Spitzenclusters, sowie unseren Partnern bei Merck, Roche und anderen Unternehmen über diesen spektakulären Erfolg. Davon werden alle Partner und nicht zuletzt die Krebspatienten profitieren, denn die Ergebnisse aus der Stammzellforschung werden in neue Therapien der zellbasierten und molekularen Medizin münden".

    Andreas Trumpps Spezialgebiet sind die so genannten Tumorstammzellen. Diese Zellen stehen schon länger im Verdacht, an der Krebsentstehung, dem Tumorwachstum und der Bildung von Metastasen maßgeblich beteiligt zu sein. Auf der Suche nach den molekularen Grundlagen der Krebsentstehung konnte Andreas Trumpp zeigen, dass die gleichen Proteine, die in Tumoren verändert sind, auch eine wesentliche Rolle in Stammzellen spielen. Da diese entarteten Stammzellen langsam wachsen, sind sie gegenüber herkömmlichen Chemotherapien relativ unempfindlich, denn diese richten sich besonders gegen Tumorzellen, die sich schnell teilen. Zudem verfügen Tumorstammzellen wie alle Stammzellen über erstaunlich effiziente Reparaturmechanismen, was sie auch gegen Strahlentherapien beinahe resistent macht. Diese Eigenschaften sollen auch dafür verantwortlich sein, dass bösartige Tumoren häufig nach scheinbar erfolgreicher Therapie wiederkehren, da im Körper verbliebene Krebsstammzellen zunächst in einem Ruhezustand verharren und später aus bislang ungeklärten Gründen erneut aktiv werden. Anspruch zukünftiger Therapien, die im I-STEM entwickelt werden sollen, ist es daher, gezielt die Tumorstammzellen zu vernichten.

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

    Diese Pressemitteilung ist abrufbar unter www.dkfz.de/pressemitteilungen

    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Deutsches Krebsforschungszentrum
    Im Neuenheimer Feld 280
    D-69120 Heidelberg
    T: +49 6221 42 2854
    F: +49 6221 42 2968


    Bilder

    Professor Andreas Trumpp
    Professor Andreas Trumpp


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Medizin
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).