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Wissenschaft
"Ich bin für eine konstruktive Zusammenarbeit aller Verantwortlichen bei der Studienreform. Ich bin gegen pauschale Kritik und immer neue Verunsicherung der Studierenden." Dies erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel, heute in Boston in Reaktion auf die gestrigen Äußerungen des Deutschen Hochschulverbandes. "Der Hochschulverband benennt wichtige und bekannte Probleme, aber eine Rolle rückwärts in die vermeintlich gute alte Zeit ist kein Beitrag zur Entwicklung des Reformprozesses."
Wintermantel weiter: "Die Reform, die die Studiengänge modernisiert und die Kompetenzentwicklung des Einzelnen in den Mittelpunkt stellt, war unbestreitbar notwendig. Aber eine so tief greifende Reform verläuft natürlich nicht ohne Probleme. Alle Beteiligten in den Hochschulen, an erster Stelle die Professorinnen und Professoren, sind gefordert, dafür intelligente Lösungen zu finden und mitzuarbeiten, wo Verbesserungen nötig sind: Wo übermäßig spezialisierte Studienangebote entstanden sind, müssen sie überarbeitet werden. Wo Studiengänge überfrachtet wurden, so dass die Anforderungen kaum zu bewältigen sind und Studierende deshalb ihr Studium aufgeben, müssen Anpassungen vorgenommen werden. Wo wichtige Praxis- und Auslandssemester ermöglicht werden sollen, sind auch sieben- oder achtsemestrige Bachelors zu erwägen.
Wir brauchen alle Kräfte, um die Reform voranzutreiben, und wir brauchen eine zukunftsgerichtete Diskussion über die richtigen Strategien, aber die Vorschläge des Hochschulverbandes lösen die Probleme nicht."
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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