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Wissenschaft
- Faszinierende Bilder aus der Forschung
- Zwölf neue Motive im Internet
Was wie futuristische, ineinander verschlungene Skulpturen aussieht, ist eine Entwicklung der Natur. Die kugeligen Sporen des Schimmel-pilzes Emericella nidulans sind von einer dünnen Schicht des Proteins Hydrophobin überzogen. Dank diesem wasserabweisenden Protein auf der Haut von Pilzen perlt Regenwasser gut ab. Weil diese Eigenschaften nicht nur für Pilze, sondern auch für technische Anwendungen nützlich sein können, interessieren sich auch Wissenschaftler von BASF für das Hydrophobin. BASF ist es als erstem Unternehmen weltweit gelungen, diesen Eiweißstoff in industriellen Mengen herzustellen.
"Dieses Protein besitzt einzigartige Eigenschaften. Es bildet sehr dünne Filme auf Oberflächen jeder Art aus und verändert dadurch die Oberflächeneigenschaften. Beispielsweise wird Glas durch eine Hydrophobinbeschichtung wasserabweisend, Teflon® hingegen was-serliebend. Eine Beschichtung mit diesem Protein ist zudem temperatur-, säure- und laugenstabil", sagt Dr. Claus Bollschweiler, Leiter der BASF-Forschungsgruppe Performance Proteins. Denkbar ist auch mittels Hydrophobin-beschichteter Polymerschwämme Diesel beziehungsweise Ölverschmutzungen von Gewässern zu beseitigen. Mit seinem breiten Eigenschaftsprofil ist das Protein für vielfältige Anwendungen geeignet. Es stabilisiert Pigment-Dispersionen und kann als Zusatz in Kosmetikprodukten dienen. Cremes und andere Emulsionen könnten auf diese Weise stabilisiert werden. Und das Gute daran: Hat das Protein seinen Zweck erfüllt, wird es in der Natur abgebaut.
Das Bild gehört zu der Serie "Bildwelten aus der Forschung", in der ab sofort zwölf neue Motive aus der aktuellen BASF-Forschung zur Verfügung stehen. Die Bilder dieser Serie eröffnen den Blick in den für das menschliche Auge unsichtbaren Mikrokosmos - dem Reich von Atomen und Molekülen. Erst mit modernster Technologie, wie der Raster-Elektronen- und der Transmissions-Elektronen-Mikroskopie, offenbart sich eine verborgene Welt mit faszinierenden Formen und Strukturen.
Die Bilder finden Sie im Internet unter:
http://www.basf.de/forschungsbilder
Ansprechpartner:
BASF SE
Corporate Innovation Communications
Dr. Melanie Steigelmann
Telefon: +49 621 60-92974
Telefax: +49 621 60-20548
melanie.steigelmann@basf.com
http://www.basf.de/forschungsbilder - Bildwelten aus der Forschung
Mikroskopische Aufnahme der kugelförmigen Sporen, die der Schimmelpilz Emericella nidulans für seine ...
Quelle: Quelle: BASF - The Chemical Company 2008
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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