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Wissenschaft
Nordhausen (FHPN) Forschern der Fachhochschule Nordhausen ist eine erfolgreiche Patentanmeldung gelungen. Mittels Komprimierung von Stichproben potentieller Recyclingmaterialien sollen zukünftig wesentliche Verbesserungen im Bereich der Umwelttechnologie erreicht werden.
Sekundärstoffverwertung ist eine entscheidende Säule im Bereich des Umweltschutzes und eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Größe. Dabei hat die Kenntnis der Zusammensetzung von recyclingfähigen Materialien eine Schlüsselposition. Erst präzise Angaben über die Bestandteile der bei der Abfallaufbereitung anfallenden Stoffgemische machen eine sinnvolle Wiederverwertung möglich.
Die herkömmlichen Untersuchungsmethoden liefern mit bis zu 1000 % Abweichung zwischen untersuchter Probe und tatsächlicher Zusammensetzung keine ausreichend sicheren Analysenergebnisse.
Frau Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz und ihr Kollege, Dr. rer. nat. Jürgen Poerschke entwickelten ein neues Probenentnahmeverfahren - die Pressbohrmethode - und meldeten es im Herbst 2007 zum Patent an.
Im Rahmen eines vom Thüringer Kultusministerium geförderten Projektes wurde inzwischen die Praxistauglichkeit der Methode mit - gegenüber der bisherigen Verfahrensweise - deutlich verbesserter Genauigkeit nachgewiesen.
Damit wurde ein großer Schritt in Richtung Ablösung der bisher gültigen deutschen und europäischen Normen sowie Vorschriften getan.
Zugute kommt dies in erster Linie der Umwelt. Besonders bei geplanter thermischer Verwertung muss das Vorhandensein bestimmter Stoffe bekannt sein, um die Entstehung giftiger Gase bei der Verbrennung zu vermeiden und vorzeitigem Verschleiß der Anlagen vorzubeugen.
Das Deutsche Patentamt hat nach entsprechender Prüfung den innovativen Charakter dieser Erfindung anerkannt und jetzt das entsprechende Patent erteilt.
In einem weiterführenden Projekt werden derzeit mit einem mittelständischen Unternehmen - der Firma MAB Mönnich aus Niedersachswerfen - die Grundlagen für eine modular aufgebaute Maschine experimentell entwickelt, die die Anwendung der Pressbohrmethode für verschiedenartige Anforderungen ermöglichen wird.
Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz und ihr Kollege, Dr. rer. nat. Jürgen Poerschke
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Chemie, Geowissenschaften, Umwelt / Ökologie, Werkstoffwissenschaften
regional
Forschungsprojekte
Deutsch

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