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09.09.2008 17:32

Umfassende Fürsorge

Jörg Portius Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm

    Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz zu Gast in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm

    Satt, zufrieden und schlafend - so präsentierte sich die drei Tage alte Lena Marie auf dem Arm ihrer glücklich strahlenden Mutter Jutta Hönig, als Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz sie am 4.9. in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm besuchte. Die Ministerin überreichte der frischgebackenen Mama einen Bildungsgutschein über 40 Euro, der einen Baustein des neuen Landesprogramms "STÄRKE" darstellt.
    "Wir wollen Eltern in einer frühen Phase stärken und unterstützen. Mit dem Bildungsgutschein, den alle Eltern von ab dem 1. September geborenen Kindern erhalten, sollen aber auch die Erziehungsleistungen, die Eltern tagtäglich erbringen, gewürdigt werden", sagte Dr. Stolz im Beisein von Gastgeber Prof. Dr. Rolf Kreienberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Sabine Mayer-Dölle, Ulms Bürgermeisterin für die Fachbereiche Kultur, Bildung und Soziales.
    Die große Mehrheit der Eltern in Baden-Württemberg widme sich mit Engagement der Aufgabe, ihre Kinder gut ins Leben zu begleiten, betonte die Ministerin. Sie nähmen ihre Verantwortung für ihre Kinder ernst und bemühen sich, ihnen alle Chancen zu eröffnen, zu seelisch gesunden, sozial kompetenten und leistungsfähigen jungen Menschen heranzuwachsen.
    Dr. Stolz sagte: "Die Aufgabe der Erziehung ist jedoch durch den raschen Wandel verschiedenster Lebensumstände nicht leichter geworden." Eltern fühlten sich verunsichert und teilweise überfordert. "Wir wollen, dass es allen Eltern finanziell ermöglicht wird, zumindest einen Familienbildungskurs oder Elterntreff zu besuchen. Sie sollen dort einen kompetenten Ansprechpartner für ihre Fragen vorfinden und sich mit anderen Eltern zwanglos austauschen können. Außerdem sollen sie erfahren, dass sie nicht perfekt sein müssen und auch mal kleine Fehler machen können."
    "Das Programm ,STÄRKE' greift Aspekte der Kindesentwicklung auf, die mir sehr wichtig sind", sagte Professor Dr. Rolf Kreienberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Ulm.
    Der erfahrene Mediziner plädiert schon lange für eine Gesamtbetrachtung: "Ich kann mit meinem Team für eine optimale Geburtshilfe sorgen. Das ist ein sehr wichtiger aber letztlich nur kleiner Schritt auf einem langen Weg, an dessen Ende eine umfassende Fürsorge für Kinder stehen sollte. Ich sehe das Landesprogramm als eine zukunftsweisende Fortsetzung der Aufklärungsarbeit an, die bereits in unserem Hause beginnt." Neben der Ausgabe der Bildungsgutscheine besteht in einer zweiten Komponente des Programms "STÄRKE" die Möglichkeit, Familien in besonderen Lebenslagen zu unterstützen. Diese Familien erhalten die Möglichkeit, auf ihre Situation ausgerichtete Bildungskurse kostenfrei zu besuchen. Bei Bedarf kann das Angebot durch häusliche Einzelfallberatungen ergänzt werden. Die Jugend­ämter entscheiden in Abstimmung mit den Bildungsträgern, für welche besonderen Lebenssituationen im jeweiligen Bezirk ein Bedarf besteht.
    Für diese speziellen Angebote stehen den Bildungs- und Jugendhilfeträgern zusätzliche Fördermittel in Höhe von maximal 1 000 Euro je Familie zur Verfügung. "Mit dieser Komponente des Programms lassen sich auch Mütter und Väter erreichen, die die Gutscheine von sich aus eher weniger in Anspruch nehmen würden", sagte die Arbeits- und Sozialministerin hierzu. Die Verknüpfung spezieller Bildungsveranstaltungen mit Hausbesuchen solle darüber hinaus die Kooperation und Zusammenarbeit der Bildungsträger mit der Jugendhilfe stärken.
    Dr. Stolz, selbst Medizinerin, fühlte sich sichtlich wohl in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm, die im vergangenen Jahr 2 363 Geburten verzeichnete. Damit lag Ulm auf Platz 5 der universitären geburtshilflichen Kliniken in Deutschland. Werdende Eltern profitieren unter der Leitung von Professor Kreienberg nicht nur von einer hochmodernen Pränataldiagnostik und Therapie, sondern auch von der großen Erfahrung in der Betreuung von Risikoschwangerschaften, die weit über die Grenzen der Region hinaus Bedeutung hat.


    Bilder

    Ministerin Stolz überreicht der frischgebackenen Mutter Jutta Hönig den Gutschein.
    Ministerin Stolz überreicht der frischgebackenen Mutter Jutta Hönig den Gutschein.
    Quelle: UK Ulm/Grass


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung, Politik
    regional
    Organisatorisches
    Deutsch


     

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