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10.09.2008 11:43

Thomas Rachel: "Weltmaschine wird faszinierende Erkenntnisse über die Bausteine der Materie liefern"

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt Large Hadron Collider (LHC) nimmt heute in Genf den Betrieb auf

    Was geschah beim Urknall? Woraus besteht das Universum? Woher kommt die Masse? Solch fundamentalen Fragen gehen Wissenschaftler aus der ganzen Welt am Forschungszentrum CERN in Genf nach - viele von den Forschern kommen aus Deutschland. Nun haben die Wissenschaftler ein neues Instrument der Superlative, mit der die Suche nach den Elementarteilchen einen neuen Höhepunkt erreicht: den Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC). Am Mittwoch hat diese Weltmaschine nun den Betrieb aufgenommen.

    "Von dem neuen Beschleuniger erwarten die Forscher völlig neue Erkenntnisse über die Bausteine der Materie und die Kräfte, die sie im Innersten zusammenhalten", sagte Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Rachel machte deutlich, dass eine so umfangreiche Grundlagenforschung, wie sie am CERN betrieben wird, immer auch bahnbrechende Anwendungen mit sich bringt: "Viele der dort entwickelten Technologien sind nicht mehr wegzudenken - ein gutes Beispiel ist das World Wide Web."

    Der Parlamentarische Staatssekretär verwies zudem darauf, dass das CERN seit mehr als 50 Jahren sowohl für wissenschaftliche Spitzenleistungen als auch für Völkerverständigung steht: In Genf arbeiten 2.500 Menschen aus ganz Europa und mehr als 8.000 Gastwissenschaftler von 580 Forschungseinrichtungen aus 85 Ländern. 200 Mitarbeiter und 1.000 Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler kommen aus Deutschland.

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übernimmt mit jährlich rund 130 Millionen Euro rund 20 Prozent des Beitrages der 20 Mitgliedsländer. Der Haushalt des Forschungszentrums CERN hat ein Volumen von 650 Millionen Euro. Damit ist Deutschland der größte Beitragszahler. Für den LHC sind während der Bauzeit von 1995 bis 2008 rund 6,5 Milliarden Schweizer Franken (nach heutigem Kurs rund 4 Milliarden Euro) aus dem CERN-Haushalt aufgewandt worden. Das entspricht einer Förderung des BMBF für den Bau des Beschleunigers von rund 800 Millionen Euro. Das Ministerium stellt zudem 15 Millionen Euro pro Jahr für Projekte an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland bereit, die sich an der Arbeit am CERN beteiligen und die die Forschungsanlagen nutzen.

    Am 21. Oktober 2008 wird in Genf der LHC offiziell eingeweiht. Hierzu sind Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Forschungsminister eingeladen worden. In Deutschland wird der Höhepunkt der Eröffnungsfeierlichkeiten die Ausstellung "Weltmaschine" sein. Diese wird am 14. Oktober 2008 durch Bundesforschungsministerin Annette Schavan eröffnet. Die Ausstellung wird in der fertigen, aber noch nicht in Betrieb befindlichen U-Bahnstation "Bundestag" vom 15.Oktober bis zum 16. November geöffnet sein.

    Weitere Informationen zum LHC finden Sie ab sofort im Internet unter http://www.weltmaschine.de.


    Weitere Informationen:

    http://www.bmbf.de/press/2366.php


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau
    überregional
    Forschungsprojekte, Pressetermine
    Deutsch


     

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