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Wissenschaft
Nr. 285
Wie das Gehirn sieht
Hohe Auszeichnung für Bochumer Neurowissenschaftler
Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der Hirnforschung wurde der Bochumer Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Ulf Eysel (Lehrstuhl für Neurophysiologie, Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum) in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. Die Wahl gilt für Naturwissenschaftler in Deutschland als eine besondere Auszeichnung. Neben ihm gehören folgende Wissenschaftler der RUB der Leopoldina an: Prof. Dr. Martina Havenith-Newen, Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner, Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler, Prof Dr. Jürgen Krämer, Prof. Dr. Irmgard Müller, Prof. Dr. Achim Trebst und Prof. Dr. Onur Güntürkün.
Älteste und neuerdings Nationale Akademie der Wissenschaften
Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und ist mit Sitz in Halle an der Saale die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft Deutschlands und die älteste dauerhaft existierende weltweit. Im Juli 2008 wurde die Leopoldina offiziell zur Nationalen Akademie der Wissenschaften in Deutschland ernannt. Die Akademie organisiert Vorträge und wissenschaftliche Veranstaltungen, setzt interdisziplinäre Ad-hoc-Kommissionen zu aktuellen Fragen ein und berät national und international Parlamente und Behörden mit wissenschaftlichem Know-how. Ihre Mitglieder wählen auf geheimen Vorschlag jedes Jahr rund 50 neue herausragende Gelehrte zur Aufnahme in die Akademie aus. Der Leopoldina gehören derzeit etwa 1.300 Mitglieder aus aller Welt an. Etwa drei Viertel der Mitglieder stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern weltweit.
Vita Prof. Ulf Eysel
Ulf Eysel, geboren 1944 in Mülhausen (Thüringen), studierte zwischen 1965 und 1971 Medizin in Berlin und Miami. 1975 habilitierte er sich als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der FU Berlin. 1976 folge er einem Ruf auf die Professur für Physiologie der Universität Essen. 1986 nahm er den Ruf der Ruhr-Universität Bochum auf den Lehrstuhl für Neurophysiologie in der Medizinischen Fakultät an. Eysel forscht nach der Frage, wie das Gehirn "sieht", er arbeitet an strukturellen Funktionen und Nachbarschaften in Gehirnregionen sowie auf dem Gebiet der Plastizität des Gehirns, z. B. inwieweit bei Hirnverletzungen andere Hirnbereiche ausgefallene Funktionen übernehmen. Er war zwölf Jahre lang Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches 509 "Neurovision - Neuronale Mechanismen des Sehens". Eysel wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, so unter anderem mit dem International Chibret-Award. 1994 erhielt er den höchsten deutschen Forschungspreis, den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Eysel ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften und gehört mit rund 200 Veröffentlichungen in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften zu den hochrangigen Forschern der Ruhr-Universität Bochum.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Personalia
Deutsch

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