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17.09.2008 20:29

E Pluribus Unum? - Ethnische Identitäten in transnationalen Integrationsprozessen in den Amerikas

Torsten Schaletzke Pressestelle
Universität Bielefeld

    Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld

    Mit der Konferenz vom 8. bis 11. Oktober nimmt die Forschungsgruppe "E Pluribus Unum?" ihre Arbeit am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld auf. Der Titel ist der lateinische Wahlspruch der USA, der 1776 bei der Unabhängigkeitserklärung zum ersten Mal proklamiert wurde - "Aus vielen Eines" oder frei übersetzt etwa "Einigkeit macht stark".
    Zielsetzung der Forschungsgruppe ist es zu ergründen, wie Akteursgruppen in wechselnden Konstellationen und Kontexten auf Diskurse und alltagsweltliche Praktiken unterschiedlicher Identitäten (Ethnizität, Klasse, Geschlecht, Religion, Alter, Konsumorientierung) zurückgreifen und neue Identitäten herausbilden.

    Wie in kaum einer anderen Weltregion treffen in den Amerikas kulturelle, soziale und politische Gegensätze zwischen der industrialisierten Welt und den Entwicklungsländern aufeinander. Die hieraus resultierenden Spannungen bewirken tiefgreifende Transformations- und Transkulturationsprozesse in den Gesellschaften der Amerikas, wie z.B. den neuen indigenen Bewegungen in den Andenländern, den umfangreichen Migrationsbewegungen auf dem gesamten Kontinent, dem wachsenden politischen Gewicht ethnischer Minderheiten in Nordamerika oder den gesellschaftlichen Debatten um Multikulturalismus, Hybridität und Diasporas. Die umfangreichen transnationalen Migrationsbewegungen, die Multiethnizität und Multikulturalität sowie die zunehmende Ausdifferenzierung der Lebensstile verändern nachhaltig herkömmliche Formationen kultureller Identität. Zugleich führen die medientechnologische Revolution sowie die Herausbildung globaler Konsumkulturen zu einer Zunahme identitätspolitischer Konflikte. Die Konfliktträchtigkeit zeigt sich gerade dort, wo das Überdauern (post-)kolonialer Herrschaftsstrukturen betroffen ist: in der Politisierung ethnischer Identitäten, im Aufbrechen patriarchaler Gesellschaftsstrukturen, im Umbruch religiös begründeter Formen von sozialer Hegemonie. Kulturelle Identitäten werden in diesem Kontext zunehmend strategisch - d.h. in Form von Identitätspolitiken - in sozialen, politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen eingesetzt.

    Tagungszeiten:
    8. Oktober, 10:00 Uhr - 20:00 Uhr
    9. Oktober, 9:00 Uhr - 18:00 Uhr
    10. Oktober, 9:00 Uhr - 18:00 Uhr
    11. Oktober, 8:30 Uhr - 15:00 Uhr

    Leitung: Sebastian Thies (Bielefeld), Josef Raab (Duisburg-Essen) und Olaf Kaltmeier (Bielefeld)

    Die Arbeitssprachen der Tagung sind Englisch und Spanisch.

    Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft finden Sie im Internet unter
    http://www.uni-bielefeld.de/(en)/ZIF/AG/2008/10-06-Raab.html

    Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die wissenschaftlichen Assistentinnen der Forschungsgruppe Astrid Haas und Daniela Opitz - Tel. + 49 (0)521 106 2781; Email: astrid.haas@uni-bielefeld.de / daniela.opitz@uni-bielefeld.de

    Anfragen zur Organisation beantwortet im Tagungsbüro des ZiF Trixi Valentin:
    Tel. +49 521 106 2769; Fax +49 521 106 6024; Trixi.Valentin@uni-bielefeld.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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