idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
19.09.2008 14:05

Neue Internet-Plattform für alternative Schulgrammatik

Michael Seifert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Im Grammatikunterricht an Schulen müsste inhaltlich sehr vieles verbessert werden, meint der Tübinger Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Harald Schweizer. Mit der Internetplattform "Alternativ-Grammatik.de" soll dafür eine neue Grundlage geschaffen werden.

    Schon in seiner Streitschrift "Krach oder Grammatik?" Frankfurt 2008) diagnostizierte Harald Schweizer desolate, anachronistische Zustände in Lehrplänen, Lehrbüchern und bisherigen Grammatikdefinitionen. Irreführende Bezeichnungen wie "zusammengesetzte Zeit" oder die willkürliche Vertauschung von Begriffen wie "Prädikat" und "Verb" seien nur die Spitze des Eisberges.
    Für alle, die an diesen Zuständen etwas ändern möchten oder sich einfach nur für Grammatik interessierten, möchte Schweizer unter der Adresse http://www.alternativ-grammatik.de einen Gegenentwurf zur mangelhaften Schulgrammatik aufbauen. Frisch durchleuchtet und in ungewohnt neuer Reihenfolge sollen die üblichen Grammatikstoffe ausführlicher definiert werden. Dabei ist kein Frontalunterricht angesagt, Vielmehr wird zum tatkräftigen Mitmachen ermutigt. Das Internetportal hat nicht nur die Software der erfolgreichen freien Enzyklopädie "wikipedia" als Rückgrat, sondern auch die "Mitmach-Philosophie" vom viel zitierten "wiki"-Projekt übernommen. So kann sich jeder Besucher ein Benutzerkonto eröffnen und das vorhandene Material kommentieren, kritisieren und um Beispiele oder Übungen ergänzen.
    Weiteres Ziel der Alternativ-Grammatik ist es, ein einziges theoretisches Konzept für viele Einzelsprachen bereit zu stellen. Eben an dieser Stelle erhofft sich Schweizer, durch die Mithilfe der Benutzer bald auf einen reichen Fundus an Beispielen und Übungen in vielen Einzelsprachen zurückgreifen zu können.
    Harald Schweizer beschäftigt sich mit Sprachwissenschaft (allgemein, wie auch in Einzelphilologien) und Grammatiktheorie. Sein Hauptprojekt war die Analyse der Josefsgeschichte (Gen 37-50), publiziert in fünf Bänden.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Harald Schweizer
    Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik
    Sand 13, 72076 Tübingen
    Tel.: (07071) 29-75248
    harald.schweizer@uni-tuebingen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.alternativ-grammatik.de Homepage des Projektes


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).