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23.09.2008 10:36

Dortmunder Informatiker sorgen international für Aufsehen

Ole Lünnemann Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Dortmund

    Informatiker der TU Dortmund belegen bei internationalem Wettbewerb für automatische Handlungsplanung und Scheduling drei erste und einen zweiten Platz - und sorgen für Aufsehen, da sie sich nicht an die bis dato als State-of-the-Art proklamierten Verfahren des Planens halten.

    Mit insgesamt drei ersten Plätzen und einem zweiten Platz beim Programmierwettbewerb IPC im Rahmen der internationalen Konferenz für automatische Handlungsplanung und Scheduling in Sydney sorgte ein TU-Forscherteam um PD Dr. Stefan Edelkamp für Aufsehen unter Fachkolleginnen und -kollegen. In der Handlungsplanung geht es den Forschern darum, Szenarien mithilfe einer geeigneten Auswahl an Aktionen "durchzuspielen" und dabei auf möglichst wenige Ressourcen zurückzugreifen.

    So gibt es zum Beispiel Anwendungsszenarien, die das zeit- und platzsparendste Parken von Flugzeugen auf Flughäfen betreffen, die die kostengünstigste Öl-Belieferung in großen Pipeline-Netzwerken simulieren oder nach Fehlern in einem elektrischen Schaltwerk suchen. Dabei müssen die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern konzipierten Systeme "intelligent" vorgehen, das heißt ohne Vorabkenntnisse der Problembereiche agieren können.
    Ein wichtiges Kriterium des internationalen Wettbewerbs bei der Suche nach optimierten Plänen war die möglichst effektive Nutzung des begrenzt zur Verfügung stehenden Hauptspeichers - viele der aus aller Welt teilnehmenden Forscherteams schieden z.T. schon früh aus dem ein halbes Jahr umfassenden Wettbewerb aus, weil ihre Programme zu viele Daten speichern mussten oder eine zu lange Berechnungszeit verlangten.

    An der Seite des Dortmunder Forschers Dr. Stefan Edelkamp waren die beiden Promotionsstudierenden Peter Kissmann und Shahid Jabbar beteiligt. Zusammen leiteten die drei TU-Wissenschaftler mit ihren Siegen bei der IPC möglicherweise sogar einen Paradigmenwechsel in der Handlungsplanung ein, da die von ihnen genutzten Verfahren von dem bis dato proklamierten State-of-the-Art des Planens deutlich abwichen.

    Zwei erste Plätze wurden von den Informatikern in den Bereichen der reinen Aktionskostenminimierung und der optimalen Handlungsplanung in unsicherer Umgebung erreicht. Den ersten und zweiten Platz sicherten sich die Dortmunder Forscher im Wettbewerb mit Berücksichtigung von Präferenzen.

    Kontakt:
    PD Dr. Stefan Edelkamp
    Ruf: 0231 - 755 5809
    stefan.edelkamp@cs.tu-dortmund.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ls5-www.cs.tu-dortmund.de/~edelkamp


    Bilder

    PD Dr. Stefan Edelkamp vor der Stellwand des TU-Projekts, das drei erste und einen zweiten Platz in Sydney abräumte.
    PD Dr. Stefan Edelkamp vor der Stellwand des TU-Projekts, das drei erste und einen zweiten Platz in ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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