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23.09.2008 14:24

Klüger werden über Nacht

Dr. Stefanie Beier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz Universität Hannover

    Leibniz Universität Hannover präsentiert Programm der Nacht, die Wissen schafft

    In wenigen Wochen es soweit: Am Sonnabend, 1. November 2008 öffnen die Einrichtungen der Leibniz Universität Hannover ihre Türen. "Bei der Nacht, die Wissen schafft, können die Besucherinnen und Besucher sich über die aktuellen Forschungen an der Hochschule informieren und Exzellenz live erleben", erklärt der Präsident der Leibniz Universität Hannover, Prof. Erich Barke. Von 18 bis 24 Uhr gibt es insgesamt mehr als 100 Vorträge, Experimente, Führungen, Mitmachaktionen und Ausstellungen. Viele Veranstaltungen sind für Familien mit Kindern geeignet. Professor Barke hat am Dienstag, 23. September 2008 das Programm der Veranstaltung offiziell vorgestellt. Weitere Informationen und das ausführliche Programm gibt es im Internet unter http://www.dienachtdiewissenschafft.de. Stellvertretend für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure sind eine Wissenschaftlerin und zwei Wissenschaftler auf drei Programmpunkte näher eingegangen.

    Prof. Dr. Gabriele Diewald von der Abteilung Germanistische und Angewandte Sprachwissenschaft beschäftigt sich in ihrem Vortrag "Von diutisg zu deutsch, oder: wie verändert sich unsere Sprache?" mit den "Triebkräften" des Sprachwandels. Die Professorin gibt Einblicke in Schwerpunktthemen aus Forschungsprojekten zu Fragen des Sprachwandels, wobei einzelsprachliche Entwicklungen des Deutschen vor dem Hintergrund universaler Sprachwandeltendenzen untersucht werden. Ferner wird sie das online zugängliche Kali-Korpus vorstellen, welches seit Ende 2003 unter ihrer Leitung am Deutschen Seminar der Leibniz Universität aufgebaut wird. Dabei handelt es sich um ein diachrones Textkorpus, das als Grundlage für empirische Untersuchungen dient und Textquellen aus acht Jahrhunderten (vom Althochdeutschen bis zum Mittelhochdeutschen) umfasst.

    Prof. Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Bach ist der Leiter des Institutes für Werkstoffkunde im Produktionstechnischen Zentrum Hannover. Dort wird den Besucherinnen und Besuchern ein Mikro-Computertomograph vorgeführt. Unter dem Motto "Wie man schon vorher weiß, was im Ü-Ei ist" wird gezeigt, wie Verborgenes sichtbar gemacht werden kann. Die Untersuchung von Proben mittels Röntgenstrahlung ist mittlerweile Standard bei der Prüfung von Bauteilen. Der Nachteil dabei ist, dass das Röntgenbild zweidimensional ist und Tiefeninformationen verloren gehen. Dagegen lassen sich mit Hilfe der Computertomographie gemessene Proben korrekt als dreidimensionale Modelle am Computer wiedergeben. Der im Institut für Werkstoffkunde vorhandene Mikro-Computertomograph (µCT) ist für kleine Prüfstücke mit einer Größe von wenigen Millimetern bis einigen Zentimetern ausgelegt. Eine leistungsfähige Computer-Workstation verarbeitet die anfallenden Datenmengen. Die Software des Systems erlaubt beliebige Ansichts- und Schnittoptionen bei der 3D-Modellierung des gemessenen Bauteils, so dass problemlos verdeckte Strukturen oder innere Defekte gefunden werden können.

    Prof. Dr. Dr. Ing. Ralf Günter Berger vom Institut für Lebensmittelchemie wird gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern der Frage "Was taugen moderne Lebensmittel?" nachgehen. Geklärt wird, welche Gene eigentlich in gentechnisch Lebensmitteln vorkommen, vor welchen giftigen Stoffen man sich fürchten muss und welche Geruchs- und Geschmacksstoffe Lebensmittel zum sensorischen Erlebnis werden lassen. Die Besucherinnen und Besucher können dabei unter Anleitung beispielhaft einige Inhaltsstoffe untersuchen und selber Aromen austesten.

    Die Nacht, die Wissen schafft, ist die erste Veranstaltung der Leibniz Universität Hannover im November der WISSENschaf(f)t, einem Projekt der Anfang 2007 gegründeten Initiative Wissenschaft Hannover. Der offizielle Auftakt ist am 30. Oktober 2008 im Neuen Rathaus in Hannover. Einen Monat lang zeigen 45 Einrichtungen rund 125 Veranstaltungen, an mehr als 20 Aktionen ist die Leibniz Universität Hannover beteiligt. Bei der Initiative Wissenschaft Hannover engagieren sich die sieben hannoverschen Hochschulen, die VolkswagenStiftung, das Studentenwerk Hannover, wissenschaftliche Einrichtungen und die Landeshauptstadt Hannover. "Wir zeigen mit dem November der WISSENschaf(f)t, dass Forschung und Lehre in Hannover einfach spannend sind", erklärt Theda Minthe, Leiterin Wissenschaftsstadt Hannover im Büro des Oberbürgermeisters. Ziel der Initiative Wissenschaft Hannover sei es, mit verschiedenen Projekten die Attraktivität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Hannover zu steigern.

    Hinweis an die Redaktion:
    Für weitere Informationen steht Ihnen die Pressestelle der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter info@pressestelle.uni-hannover.de gern zur Verfügung.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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