idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
09.10.2008 11:31

GenerationenHochschule gibt Einblick in die Patientenverfügung aus rechtspolitischer Sicht

Dipl.-Kfm. (FH) Andreas Schneider Pressestelle
Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

    Zu Beginn des Wintersemesters 2008/2009 hieß Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann am Dienstag, den 7. Oktober 2008, rund 300 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur 14. Veranstaltung der GenerationenHochschule auf dem Campus in Wernigerode herzlich willkommen: "Die heutige Vorlesung greift ein Thema auf, das seit Start unserer Veranstaltungsreihe im Mai 2007 wiederholt gewünscht wurde und nun durch eine besondere Referentin vorgestellt wird: Die Patientenverfügung aus rechtspolitischer Sicht", vorgetragen von unserer ehemaligen Kollegin Frau Prof. Dr. Kolb, seit April 2006 Justizministerin des Landes Sachsen-Anhalt", freute sich der Rektor über die große Resonanz und gab damit auch für die GenerationenHochschule den Startschuss ins neue Semester, verbunden bereits mit der Aussicht auf ein ebenso abwechslungsreiches wie spannendes Programm im Jahr 2009.

    Justizministerin Kolb freute sich über die Einladung zum Vortrag im Rahmen dieser Vorlesungsreihe und auch darüber, zum ersten Mal im voll besetzten AudiMax der Hochschule vorzutragen: "Ich möchte versuchen, ihnen dieses schwierige Thema mit möglichst vielen Beispielen darzustellen", begann die ehemalige Dekanin des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften ihren knapp zweistündigen, abwechslungsreichen Vortrag. Darin ging sie beherzt und mit viel Feingefühl zunächst auf die zahlreichen Gründe ein, die für die Anfertigung einer Patientenverfügung sprechen, und versuchte so, die Zuhörerinnen und Zuhörer für die Problematik zu sensibilisieren. Ebenso blieb die Ratlosigkeit bei Familienangehörigen und Ehepartnern, die im Zweifel eine Entscheidung über Leben und Tod zu treffen haben, nicht unangesprochen. "Mit diesem Schriftstück haben sie die Möglichkeit, noch in gesunden Tagen Wünsche über Behandlungsmethoden im Krankheitsfall zu äußern und ihren Lieben eine schwere Last von den Schultern zu nehmen", so Angela Kolb.

    Kernpunkt des Vortrages bildete alsdann die gegenwärtig relativ unsichere Rechtslage in dieser Grenzfrage des Rechts. "Einerseits hat jeder Mensch das Recht, freie Entscheidungen zu treffen. Auch über seinen Tod. Andererseits sind alle Mediziner im Notfall zum Schutz eines jeden Lebens verpflichtet", erklärte die Justizministerin den nicht unbeträchtlichen Konflikt und ließ es sich nicht nehmen, facettenreich über die gegenwärtigen Debatten im Bundestag, darunter verschiedene Gesetzesentwürfe u. a. von Joachim Stünker, Wolfgang Bosbach oder Margot von Renesse, zu berichten. Schließlich rundete der rege Wortwechsel an der Diskussion zwischen Dozentin und Teilnehmern auch diese Vorlesung der GenerationenHochschule gelungen ab.

    Die nächste Veranstaltung der GenerationenHochschule findet am Dienstag, den 4. November 2008, von 17 bis 19 Uhr auf dem Wernigeröder Hochschulcampus statt. Prof. Dr. Hardy Pundt vom Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz wird über das Thema "GPS, Google Earth und andere - Geoinformationen: ein Wirtschaftsgut" referieren.

    Für eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Registrierung zu jeder einzelnen Vorlesung nötig. Anmeldungen sind auf der Webseite unter http://www.generationenhochschule.de oder telefonisch unter 03943/659-193 möglich. Das gesamte Veranstaltungsprogramm des Jahres 2008 sowie fotografische Impressionen der bereits erfolgten Vorlesungen sind ebenfalls auf den Webseiten der GenerationenHochschule abrufbar.


    Weitere Informationen:

    http://www.generationenhochschule.de


    Bilder

    Rund 300 Teilnehmer der GenerationenHochschule lauschten Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb bei ihrem Vortrag zum Thema "Patientenverfügung - aus rechtspolitischer Sicht"
    Rund 300 Teilnehmer der GenerationenHochschule lauschten Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb bei ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).