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09.10.2008 13:34

Die Partnervermittlung der kleinen Teilchen: RUB-Absolventin erhält Klaus Tschira Preis

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Marie Katrin Schröter entführt ihre Leser in die Nanowelt. Die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit fasste die Bochumer Absolventin in dem Beitrag "Die Partnervermittlung der kleinen Teilchen" anschaulich zusammen, für den sie heute in Heidelberg den mit 5.000 Euro dotierten Klaus Tschira Preis "KlarText!" im Fach Chemie erhält. Damit prämiert die Klaus Tschira Stiftung die verständliche und spannende Darstellung von Wissenschaft.

    Bochum, 09.10.2008
    Nr. 316

    Die Partnervermittlung der kleinen Teilchen
    RUB-Absolventin erhält Klaus Tschira Preis
    Spannende Wissenschaft verständlich erklärt

    Marie Katrin Schröter entführt ihre Leser in die Nanowelt. In ihrer Doktorarbeit hat sich die Chemikerin und RUB-Absolventin mit Kupfer- und Zinkoxid-Teilchen von wenigen Nanometern Größe befasst - das sind Teilchen, die nur einige Millionstel Millimeter groß sind. Aus diesen Nanoteilchen hat sie Katalysatoren designt, um Methanol zu produzieren. Die Ergebnisse ihrer Arbeit fasste sie in dem Beitrag "Die Partnervermittlung der kleinen Teilchen" anschaulich zusammen, für den sie heute in Heidelberg den mit 5.000 Euro dotierten Klaus Tschira Preis "KlarText!" im Fach Chemie erhält. Damit prämiert die Klaus Tschira Stiftung die verständliche und spannende Darstellung von Wissenschaft.

    Neuland mit Nano-Katalysatoren

    Schröters Entwicklung erlaubt die effizientere Herstellung von Methanol, einem der wichtigsten Ausgangsstoffe für Synthesen in der chemischen Industrie und sauberer Kraftstoff der Zukunft. "Marie Katrin Schröter beschreibt in ihrem Beitrag äußerst anschaulich und mit schönen Bildern, wie sie bei der Herstellung der Katalysatoren Neuland betrat", heißt es in der Begründung der Preisjury. "Dabei stellt sie ihre wissenschaftliche Arbeit spannend und verständlich dar und erklärt dem Leser, welchen Bezug diese Grundlagenforschung zur Praxis hat." Die von ihr entwickelten alternativen Nano-Katalysatoren sind zum einen in der flüssigen Phase (teilweise weitaus) aktiver als herkömmliche Industriekatalysatoren in der Gasphase, so dass mit ihnen in der flüssigen Phase mehr Methanol pro Stunde produziert werden kann. Zum anderen dienen sie der Grundlagenforschung als Modellsystem. Mit ihrer Hilfe können Fragen zum Mechanismus der Reaktion geklärt werden, was wiederum zum besseren Verständnis des Prozesses und somit indirekt zu dessen Optimierung beitragen kann.

    Zur Person: Marie Katrin Schröter

    Dr. rer. nat. Marie Katrin Schröter (geb. 1978) studierte von 1998 bis 2003 Chemie an der Ruhr-Universität Bochum. Ihr Schwerpunkt lag im Bereich der Anorganischen Chemie. 2002 absolvierte sie ein Forschungsjahr an der University of California in Los Angeles. Ihr Diplom wurde sowohl von der Ruth und Gerd Massenberg Stiftung als auch mit dem Wilke-Preis ausgezeichnet. Für ihre Promotion an der RUB erhielt sie zwischen 2004 und 2007 Stipendien der Wilhelm und Günter Esser Stiftung und des Evangelischen Studienwerks. Ihre Doktorarbeit schloss Marie Katrin Schröter an der Ruhr-Universität Bochum bei Prof. Roland A. Fischer mit summa cum laude ab. Im Dezember 2007 erhielt sie für ihre Dissertation den "She Study Award" der Firma Shell. Im Juli 2008 trat Marie Schröter eine Stelle als Teamleiterin bei der BASF in Ludwigshafen an.

    Der Preis: KlarText!

    Sechs Nachwuchswissenschaftler werden heute (9. Oktober) in Heidelberg mit KlarText!, dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft, ausgezeichnet. Zum dritten Mal kürt die Stiftung die Sieger des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs. Sie erhalten für die allgemeinverständliche Darstellung der Ergebnisse ihrer Doktorarbeiten den mit je 5.000 Euro dotierten Preis in den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Neurowissenschaften. Die Siegerartikel erscheinen als Sonderbeilage in der Novemberausgabe des Wissenschaftsmagazins "bild der wissenschaft". Der Preis ist auch für 2009 wieder ausgeschrieben, Einsendeschluss ist der 28. Februar.

    Weitere Informationen

    Klaus Tschira Stiftung, Villa Bosch, Schloss-Wolfsbrunnenweg 33, 69118 Heidelberg, Tel. 06221/ 533-102
    Internet: http://www.klaus-tschira-preis.info/


    Bilder

    Marie Katrin Schröter
    Marie Katrin Schröter


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie, Energie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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