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10.10.2008 07:22

Institut für Nutztierbiologie eröffnet Tagungszentrum

Norbert K. Borowy Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere

    Mit der feierlichen Eröffnung eines modernen Tagungszentrums vor den Toren Rostocks etabliert sich das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) in Dummerstorf zu einem attraktiven Konferenz- und Forschungsstandort.

    Das Tagungszentrum bietet mit einem Hörsaal sowie verschiedenen Konferenz- und Seminarräumen auf zwei Etagen Platz für bis zu 200 Tagungsteilnehmer. Ein Highlight bildet die 120 m2 große Dachterrasse, die einen einmaligen Rundblick über das Institut ermöglicht. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde das 2,8 Millionen Euro teure und aus Mitteln des Landes und Bundes finanzierte Bauvorhaben fertig gestellt. Künftig soll es vorrangig für nationale und internationale Tagungen genutzt werden. Am Wochenende werden die Feierlichkeiten mit einem Tag der Offenen Tür auf dem Gelände des FBN fortgesetzt.

    "Das multifunktionale und behindertengerechte Gebäude ist ein weiterer wichtiger Baustein, um unseren Weg hin zu einem internationalen Spitzenstandort in der Nutztierforschung fortzusetzen", so Prof. Dr. Manfred Schwerin, Vorstand des FBN Dummerstorf. "Neben einem hervorragenden Forschungsangebot im Bereich der Nutztierwissenschaften und -praxis verfügt das Institut künftig über einen idealen Standort, um Lehre und Forschung in einer natürlichen Umgebung zu verknüpfen."

    Das Tagungszentrum wurde aus dem ehemaligen 7-geschossigen Hauptgebäude des FBN auf zwei Etagen zurückgebaut. Die Architektur des Gebäudes und die in Keramik gehaltene Fassade fügen sich harmonisch in den bestehenden Gebäudekomplex des Geländes. Die funktionell und hell gestalteten Räumlichkeiten teilen sich im Wesentlichen auf einen Hörsaal, einen Konferenzraum sowie auf einen Seminarraum auf.

    Ein über 15 Plätze verfügender Seminarraum, der mit neuester EDV-Technik und Internetanschlüssen ausgestattet ist, bietet dabei ebenso ideale Arbeitsbedingungen wie ein 84 m2 großer Konferenzraum. Er beinhaltet Sitzgelegenheiten für 36 Personen und kann bei Bedarf auf etwa 90 Plätze erweitert werden. Kernstück des Tagungszentrums ist ein 174 m2 und 166 Sitzplätze fassender Hörsaal, der neuesten technischen Standards entspricht. So erlauben beispielsweise zwei Beamer parallele Präsentationen, eine Lautsprecheranlage sorgt für eine angenehme Akustik und eine Videoanlage ermöglicht Live-Übertragungen ins Internet.
    Für eine angenehme Pausengestaltung ist ebenfalls gesorgt. Eine 120 m2 großer und mit 25 m2 Glas sowie 80 m2 Wettersegel überdachter Bereich bietet ausreichend Gelegenheit, das Institutsgelände aus luftiger Höhe zu erkunden und die frische Landluft zu genießen. Die Dachterrasse und die Räumlichkeiten sind auch über einen behindertengerechten Fachstuhl zu erreichen.

    Das FBN - Fakten und Zahlen

    Das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) wurde 1993 als eine Stiftung öffentlichen Rechts gegründet und ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Es hat seinen Sitz in Dummerstorf. Neben dem neu eröffneten Tagungszentrum gehören die tierexperimentellen Anlagen, das Tiertechnikum, die wissenschaftliche Bibliothek, die zentrale Rechentechnik und die Verwaltung zu den zentralen Einrichtungen, die sich auf einer Grundstücksfläche von 200.000 m2 verteilen. Das Institut wird zu 50 Prozent vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziert. Erst im Sommer wurde dem Institut vom Senat der Leibnizgesellschaft für seine wissenschaftlichen Leistungen Bestnoten erteilt.

    Die Einrichtung verfügt insgesamt über 228 Arbeitsplätze, davon 66 Wissenschaftler. Hinzu kommt eine wachselnde Zahl von Drittmittelstellen. Gegenwärtig forschen 57 Doktoranden am FBN. 2007 veröffentlichte das Institut 110 Publikationen. Das Drittmittelaufkommen betrug im vergangenen Jahr 2,0 Mio. Euro. Darüber hinaus stellt die nationale und internationale Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft eine wesentliche Grundlage der Forschungsarbeit dar. Zurzeit werden 87 kooperative Projekte mit Partnern aus 188 Einrichtungen in 32 Ländern bearbeitet.

    Forschungsbereiche und Forschungsschwerpunkt

    Das FBN erforscht in sechs Forschungsbereichen (Genetik und Biometrie, Molekularbiologie, Fortpflanzungsbiologie, Verhaltensphysiologie, Muskelbiologie und Wachstum, Ernährungsphysiologie) der Fachdisziplinen Agrarwissenschaften, Biologie, Tiermedizin, Chemie, Biochemie, Physik und Mathematik gemeinsam die Grundlagen von Genetik, Fortpflanzung, Ernährung, Verhalten, Wachstum und Entwicklung landwirtschaftlicher Nutztiere. Dabei wird das landwirtschaftliche Nutztier als wichtige Lebensgrundlage der Menschen und wesentlicher Bestandteil agrarischer Ökosysteme betrachtet.

    Zentraler Forschungsschwerpunkt ist die fächerübergreifende, räumlich und inhaltlich abgestimmte Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für die Erzeugung qualitativ hochwertiger Tierprodukte.

    Demzufolge gliedert sich die Forschung in drei Programmschwerpunkte:

    1. Nutzung und Erhaltung der biologischen Vielfalt der Nutztiere (wichtige Grundlage einer verbraucherorientierten reossourcenschonenden Erzeugung tierischer Nahrungsmittel)
    2. Kenntnis und Gestaltung der Nutztier-Umwelt-Mensch-Interaktion (Voraussetzung für die Gestaltung tier- und leistungsgerechter Haltungsbedingungen)
    3. Hohe Fruchtbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten (Grundlage der Domestikation - Umwandlung von Wildtieren in Haustiere durch gezielte Züchtung - und des Zuchterfolges)

    Die Erforschung der biologischen Vielfalt der Nutztiere wird durch eine ganzheitliche Betrachtung der Lebensprozesse ermöglicht. Sie bilden ein wichtiges Potenzial für die langfristige bedarfsgerechte Deckung der weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln tierischer Herkunft. Auf dem Gelände des FBN sind in verschiedenen Haltungseinrichtungen Rinder, Schweine, Pferde und Ziegen bis zu einer maximalen Kapazität von 450 Großvieheinheiten artgerecht untergebracht. Darüber hinaus werden Labortiere für Modelluntersuchungen gehalten. Neben Ratten und Kaninchen beherbergt das Institut die "Dummerstorfer Mäuselinien", einen weltweit einmaligen Bestand an Mäusearten.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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