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Wissenschaft
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am letzten Tag ihrer Bildungsreise die Lüneburger Modell-Universität Leuphana besucht. In Gesprächen mit Studenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und der Universitätsleitung zeigte sich die Kanzlerin beeindruckt von dem Lüneburger College-Modell, das u.a. dem Bachelor-Abschluss zu größerer Akzeptanz in der Wirtschaft verhelfen soll.
Ihr seien bei diesem Besuch drei Dinge wichtig gewesen:
Zum Ersten, kennenzulernen, "wie hier ein Campus gestaltet werden soll". Das sei etwas, was im deutschen Hochschulsystem noch ein Stück fehle. Dass die Studenten selber mitgewirkt und Ideen eingebracht hätten, sei "besonders schön".
Zum Zweiten sei besonders interessant, wie aus den Bachelor- und Masterstudiengängen wirklich das gemacht werde, was im Bologna-Prozess auch angelegt sei: Dass nach der Bachelor - Ausbildung die Möglichkeit besteht, im wirtschaftlichen Bereich bereits einsetzbar zu sein.
Drittens bedeute die grundsätzliche Ausrichtung - ein Hauptfach, ein Nebenfach -, dass Kombinationen sehr vielfältiger Art entstünden, die den differenzierteren Anforderungen im Berufsleben besser gerecht würden als in den klassischen Studiengängen.
"Hier entsteht etwas Spannendes" resümierte die Bundeskanzlerin.
Im Gespräch mit dem weltweit renommierten Architekten Daniel Libeskind und dem Vizepräsidenten der Universität, Holm Keller, ließ sich Angela Merkel über die Planungen informieren, in deren Mittelpunkt ein von Libeskind entworfenes Zentralgebäude steht. Angela Merkel bezeichnete die Campusentwicklung als "mutig, aber sehr gut". Das Zentralgebäude von Libeskind werde Besucher aus aller Welt anlocken. Der Campusgedanke wirke identitätsstiftend und das sei an vielen Universitäten noch nicht der Fall.
Der Präsident der Leuphana, Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun, wies auf die soeben eröffnete "Graduate School" hin, die es ermöglicht, Master-Studium und Promotion nahtlos miteinander zu verknüpfen. Der Bologna-Prozess, also die Umstellung der alten Diplomstudiengänge auf Bachelor und Master, sei an der Leuphana Universität besonders praxisnah umgesetzt worden, so Vizepräsident Holm Keller. Keller dankte der Kanzlerin dafür, dass sie für ihre Bildungsreise die Leuphana als einzige Universität ausgesucht habe.
Lob sprach die Bundeskanzlerin der niedersächsischen Landesregierung für die Unterstützung der Leuphana aus. Diese Hochschule sei "eine Bereicherung der deutschen Universitätslandschaft".
Die Eindrücke ihrer Bildungsreise mit insgesamt 12 Stationen will die Kanzlerin am 22. Oktober beim Bildungsgipfel von Bund und Ländern einbringen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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