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15.10.2008 10:35

Vorlesungsreihe "Populäre Musik" startet an der Hochschule für Musik und Theater Hannover

Melanie Bertram Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Musik und Theater Hannover

    Die Vorlesungs- und Gesprächsreihe "Dialoge zwischen Kunst und Wissenschaft" an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH) steht in diesem Semester unter dem Thema "Populäre Musik - eine Kulturgeschichte zwischen 1500 und heute". In der am 27. Oktober in Hörsaal 202 beginnenden Ringvorlesung soll danach gefragt werden, wie, warum und unter welchen Bedingungen Musik populär war und ist. Welche Kriterien eine Musik hierfür erfüllen muss und wie über populäre Musik gesprochen wurde bzw. aus historischer und systematischer Perspektive sinnvoll nachgedacht und geforscht werden kann, wird ebenfalls von Interesse sein.

    'Pop music' war nicht nur eine umwälzende Neuerung des 20. Jahrhunderts, die mit neuen Medien und Technologien die Hör- und Konsumgewohnheiten revolutioniert hat und heute ein Forschungsfeld vor allem der Musikpsychologie, Musikpädagogik sowie der Kultur- und Medienwissenschaften ist. 'Populäre Musik' gab es zu allen Zeiten und hat als beliebte, bekannte, gemeinverständliche und suggestive Musik schon immer ihre Wirkung auf ein größeres Publikum entfaltet.

    Damit verdient sie auch als historisches Phänomen Aufmerksamkeit. Diese wurde ihr allerdings seitens der älteren Musikgeschichtsschreibung nur bedingt zuteil. Denn wo das Interesse eher künstlerisch herausragenden Werken, Gattungen und MusikerInnenpersönlichkeiten gilt, rückt jene Musik aus dem Blick, die einer breiten Masse gefiel oder aus ihr heraus entstanden war. So vielfältig sich die Bedeutungen des Adjektivs 'populär' im Laufe der Jahrhunderte aufspalten, so gehört es doch semantisch zum Wortfeld 'Volk'. Und damit trägt es bereits die ästhetische Qualität des vermeintlich 'Einfachen' und 'Niedrigen' in sich, von der sich die Musikwissenschaft zunächst zwangsläufig distanziert hat, um ihren Platz als Kunstwissenschaft neben den Sozial- und Geisteswissenschaften zu behaupten.

    So vielfältig die Fragen rund um dieses Thema sind, so vielfältig sind die vertretenen Disziplinen: Für die historische Musikwissenschaft an der HMTH stehen neben den Veranstalterinnen Sabine Meine und Nina Noeske Katrin Eggers, Lorenz Luyken, Ruth Müller-Lindenberg und Stefan Weiss. Die systematische Perspektive wird von Reinhard Kopiez, die musikethnologische Perspektive von Kerstin Klenke und Raimund Vogels vertreten werden, einen Beitrag aus musikmedizinischer Sichtweise wird Eckart Altenmüller beisteuern. Als Gäste konnten die MusikwissenschaftlerInnen Nils Grosch, Florian Heesch, Dietrich Helms, Knut Holtsträter, Katharina Hottmann, Matthias Tischer und Melanie Unseld gewonnen werden.

    Termine:

    27.10.08 Was macht Musik populär? Fragen an die Musikgeschichte
    PD Dr. Sabine Meine, Dr. Nina Noeske, HMTH

    03.11.08 Über das Alter der Populären Musik und die Erfindung des Volkslieds
    Dr. Nils Grosch, Deutsches Volksliedarchiv, Freiburg

    10.11.08 "Amore è musico". Verführungsmacht Musik - eine Erfolgsgeschichte der frühen Neuzeit
    PD Dr. Sabine Meine, HMTH

    17.11.08 ...für lange Ohren? Das Populäre in der Musikgeschichte und die Geschichte der Populären Musik
    Prof. Dr. Dietrich Helms, Universität Osnabrück

    24.11.08 Virtuosität, Massenerfolg und gewisse moralische Bedenken - ein Beitrag zur Wertungsforschung
    Dr. Nina Noeske, HMTH

    01.12.08 "Ich bin eine Tochter Usbekistans, ich bin ein Kind Chorezms": Popularmusik und Patriotismus in Usbekistan
    Kerstin Klenke, M.A., HMTH

    08.12.08 Dialog-Runde I: Revolver als Forschungsgegenstand? Drei Perspektiven auf ein Beatles-Album
    Prof. Dr. Reinhard Kopiez, Dr. Lorenz Luyken und Prof. Dr. Stefan Weiss, HMTH

    15.12.08 Ultimative Pop-Hits und andere Musik mit Gänsehautfaktor
    Prof. Dr. Eckart Altenmüller und Prof. Dr. Ruth Müller-Lindenberg, HMTH

    22.12.08 Stille Nacht, heilige Nacht - Musik | Kitsch | Weihnachten
    Katrin Eggers, M.A., HMTH

    12.01.09 Subkulturelle Abgrenzungen zur Popularität. Die Entwicklung des Extreme Metal
    Dr. Florian Heesch, Hochschule für Musik Köln

    19.01.09 Der Crooner, die Sehnsucht und die Medien
    Dr. Knut Holtsträter, Universität Bayreuth

    26.01.09 Dialog-Runde II: Und täglich grüßt die Nachtmusik. Klassik-Hits oder die 'Popmusik' des Repertoires
    Prof. Dr. Melanie Unseld, Universität Oldenburg, Prof. Dr. Raimund Vogels

    02.02.09 "Artig zwitschernde Waschmädgen und laute Hummerausrufer". Bürgerliche Geselligkeit und Popularität im Hamburger Lied der Aufklärung
    Dr. Katharina Hottmann, Universität Hamburg

    09.02.09 Pet Sounds und Sgt. Pepper - Sound und Producer als zentrale Kategorien des Popmusikbegriffes
    Dr. habil. Matthias Tischer, Berlin

    Alle Veranstaltungen finden in der Hochschule für Musik und Theater Hannover jeweils um 18:00 Uhr in Raum 202 statt.


    Weitere Informationen:

    http://www.fmg.hmt-hannover.de/de/aktuelles/vorlesungsreihen/populaere-musik-ein... - Überblick und Flyerdownload


    Bilder





    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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