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20.10.2008 16:15

DGIM: Gefälschte Medikamente können Menschenleben gefährden

Anna Julia Voormann Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

    Wiesbaden - Nachgeahmte Arzneimittel sind für Patienten potenziell lebensgefährlich. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht sich verpflichtet, im Sinne der Qualitätssicherung der Herstellung und Verbreitung gefälschter Medikamente entgegen zu wirken. Ob und wie sich Patienten, Ärzte, Industrie und Gesundheitswesen vor den Gefahren plagiierter Arzneien schützen können, diskutieren Experten auf dem diesjährigen Herbstsymposium der Korporativen Mitglieder der DGIM.

    Als "gefälscht" bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation Medikamente, deren Identität oder Herkunft absichtlich falsch gekennzeichnet sind. Häufig sind Wirkstoffe darin falsch dosiert oder sogar giftig. Mitunter fehlen sie auch ganz: "Gekauft wird eine "Black Box" mit ungewissen Folgen", warnt Professor Dr. med. Rainer E. Kolloch, Vorsitzender der DGIM aus Bielefeld. Die nachgemachten Präparate seien häufig auch verunreinigt. Denn oft sind sie unter unhygienischen Verhältnissen hergestellt, unzureichend gereinigt und die Ausgangsstoffe minderwertig. In Entwicklungsländern sind gefälschte Antibiotika oder Mittel gegen Malaria für den Tod zahlreicher Menschen verantwortlich.

    Ob es sich um ein gefälschtes Präparat oder das Original handelt, ist dabei für Verbraucher und Patienten nur schwer zu unterscheiden. Die von gefälschten Medikamenten ausgehenden Gefahren diskutiert die DGIM mit Vertreten aus Gesundheitswesen, Industrie und Politik im Rahmen des Herbstsymposiums und einer anschließenden Pressekonferenz am 22. Oktober 2008 in Wiesbaden.

    Terminhinweis:

    Gefälschte Medikamente gefährden Menschen - schon jetzt "lohnender" als der Handel mit Drogen?
    Mittwoch, den 22. Oktober 2008, 13.30 bis 14.30 Uhr
    Dorint Hotel Pallas Wiesbaden; Raum Hamburg; Auguste-Viktoria-Straße 15; 65185 Wiesbaden

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    Ihre vorläufigen Themen und Referenten:

    Gefälschte Medikamente - eine Gefahr für Mensch, Forschung und Industrie?
    Dr. med. Dipl.-Ing. Franz-Josef Wingen
    Sprecher der Korporativen Mitglieder der DGIM, Bayer HealthCare/Bayer Vital GmbH,
    Leverkusen

    Plagiate in der Inneren Medizin - welche gesundheitlichen Risiken bergen sie und was kann die DGIM dagegen tun?
    Professor Dr. med. Rainer Kolloch
    1. Vorsitzender der DGIM, Kongresspräsident des 115. Internistenkongresses, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld

    Wie können Klinik und Forschung gegen gefälschte Medikamente vorgehen?
    Professor Dr. med. Ulrich Robert Fölsch
    Beauftragter der Korporativen Mitglieder der DGIM, Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

    Gegenmaßnahmen: Arzneimittelkodierungs/-identifizierungsprojekt der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA)
    Michael Dammann
    Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA), Bereich Marktordnung und Gesundheitssystem

    Arzneimittelfälschungen aus regulatorischer Sicht
    Professor Dr. rer. nat. habil. Harald G. Schweim
    Lehrstuhl "Drug Regulatory Affairs", Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität, Bonn

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    Kontakt für Journalisten:
    Anne-Katrin Döbler/Anna Voormann
    DGIM Pressestelle
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    voormann@medizinkommunikation.org
    Tel: 0711 8931-552
    Fax: 0711 8931-167


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Pressetermine
    Deutsch


     

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