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21.10.2008 12:48

DAAD fordert: Chance des Bildungsgipfels nutzen

Francis Hugenroth Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

    Bonn, 21.10.2008. "Der Bildungsgipfel ist eine vielleicht einmalige Chance, die Weichen für mehr und bessere Bildung und damit für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik zu stellen. Wenn wir mit unseren Bildungsausgaben (zur Zeit 5,1 Prozent des Bruttosozialprodukts) weiterhin unter dem Durchschnitt der konkurrierenden OECD-Länder bleiben, wird das langfristige negative Folgen für die Zukunft jedes Einzelnen haben", sagte der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und Präsident der Universität Gießen, Professor Stefan Hormuth, heute in Bonn.

    Die Bildungsausgaben müssten daher kurzfristig auf mindestens 6 Prozent des Bruttosozialprodukts angehoben werden, dazu die schon in der Lissabon-Agenda beschlossenen 3 Prozent für Forschung und Entwicklung. Längerfristig könne sich die Bundesrepublik allerdings mit nur durchschnittlichen Investitionen nicht zufrieden geben. Die von Ministerin Schavan geforderten 10 Prozent Ausgaben für Bildung und Wissenschaft seien daher eine richtige Marke, aber das Zieljahr 2015 sei zu weit in der Zukunft. Jetzt müsse gehandelt werden.

    Die zusätzlichen Investitionen müssten in allen Bildungsbereichen ansetzen, von der frühkindlichen Bildung bis zu Hochschule und Weiterbildung. "Im Hochschulbereich ist seit langem bekannt, dass wir im Vergleich zu den führenden Ländern massiv unterfinanziert sind und zu wenig Studierende haben. Die Exzellenzinitiative und der Hochschulpakt von Bund und Ländern gehen zwar in die richtige Richtung, reichen aber bei weitem nicht aus." Notwendig, so Hormuth, sei auch eine neue Dimension von Internationalisierung auf allen Stufen des Bildungswesens. Fremdsprachen und internationale Erfahrungen müssten integraler Bestandteil aller Bildungsgänge werden.

    Auch an den Hochschulen sei hier trotz vieler Fortschritte noch manches zu tun. Hormuth verwies dazu auf das Aktionsprogramm des DAAD, das als mittelfristige Zielzahlen 300.000 internationale Studierende in Deutschland, 100.000 deutsche Studierende im Ausland und eine Verdoppelung des Anteils ausländischer Wissenschaftler und Hochschullehrer fordere. Hormuth betonte auch, dass die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung und die Anerkennung von Wissenschaft als Element der Außenpolitik hoffen lasse, dass diese Aspekte auch in der zukünftigen Bildungspolitik breiten Raum einnehmen werden. "Für ein so exportabhängiges, international verflochtenes Land wie das unsere gibt es hierzu keine Alternative", sagte Hormuth.


    Weitere Informationen:

    http://www.daad.de/portrait/presse/pressemitteilungen/2008/08497.de.html - Aktionsprogramm des DAAD


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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