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Wissenschaft
7. Eschenburg-Vorlesung des Instituts für Politikwissenschaft
Zum siebten Mal findet am Freitag an der Universität Tübingen die Theodor Eschenburg-Vorlesung statt, die an den Gründer des Tübinger Instituts für Politikwissenschaft erinnern will. Als Gastredner wird sich Professor Michael Zürn mit dem Thema "Wer regiert die Welt und mit welchem Recht?" auseinandersetzen. Anschließend werden sich bei einem Podiumsgespräch Tübinger Professoren des Graduiertenkollegs "Globale Herausforderungen" mit seinen Thesen auseinander setzen. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Auditorium Maximum in der Neuen Aula.
Neben Staaten sind heute eine Reihe weiterer politikmächtiger Akteure wie transnationale Konzerne, weltbürgerschaftliche Aktionsgruppen, transnationale Terrorgruppen und internationale Bürokratien zu identifizieren, die das Weltgeschehen entscheidend beeinflussen können. Dies führt dazu, dass selbst mächtigste Staaten wie die USA zwar noch in der Lage sind, im Alleingang Probleme in der Welt anzugehen, sich aber außer Stande sehen, diese auch alleine zu lösen. Damit muss die Frage, wer die Welt regiert, neu beantwortet werden. Der Problemdruck, der den Risiken des global vorherrschenden wissenschaftlich-technischen Lebensmodells entspringt, macht den Bedarf nach einer Ordnung stiftenden Weltpolitik und damit nach Weltregieren in mehr und mehr Politikfeldern immer dringlicher. Doch nicht nur die Probleme, sondern auch die Entscheidungsprozesse werden angesichts der Vielfalt politikmächtiger Akteure und deren grenzüberschreitendem Handeln immer unübersichtlicher. In seiner Eschenburg-Vorlesung wird Michael Zürn auf die Rolle der verschiedenen Akteure eingehen und eine Strukturbeschreibung des internationalen Systems geben.
Mit Professor Michael Zürn wurde für die diesjährige Eschenburg-Vorlesung einer der renommiertesten deutschen Politikwissenschaftler gewonnen. Zürn ist Professor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und zugleich Dean der privaten Hertie School of Governance in Berlin. Seine Thesen werden unter der Leitung von Volker Rittberger (Politikwissenschaft) von Lutz Richter-Bernburg (Islamwissenschaft), Martin Nettesheim (Rechtwissenschaft) und Wolfgang Schröder (Philosophie) diskutiert werden
Die Eschenburg-Vorlesung bildet den Auftakt zu einer Vortragsreihe im Rahmen des Studium Generale der Universität Tübingen unter dem gleichen Thema, die jeweils montags von 18 bis 20 Uhr im Auditorium Maximum der Universität stattfindet. Am kommenden Montag, 27.10., wird Professor Hanns Maull (Universität Trier) die Frage diskutieren, ob die Großmächte tatsächlich die Welt regieren. Die Eschenburg-Vorlesung und die Vortragsreihe werden von Volker Rittberger und Thomas Nielebock (Institut für Politikwissenschaft) organisiert.
Für weitere Informationen:
Professor Volker Rittberger, Ph.D. 07071-2978372
Dr. Thomas Nielebock, 07071-2976463
ifp.ircenter@uni-tuebingen.de
Das Programm der Ringvorlesung im Internet:
http://www.uni-tuebingen.de/studium-generale/programm1.html
EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit · Michael Seifert
Wilhelmstr. 5 · 72074 Tübingen
Tel.: 0 70 71 · 29 · 7 67 89 · Fax: 0 70 71 · 29 · 5566
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Politik, Recht
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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