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Wissenschaft
Im Wettbewerb um Fördermittel der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau große Erfolge erzielt. Für drei Schwerpunktbereiche - Bildungsforschung, Umweltwissenschaften und Informatik - konnten über 2 Mio. Euro bis 2011 eingeworben werden. Dies sei ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur weiteren Profilierung der Forschung an der Universität, betonte Universitätspräsident Professor Dr. Roman Heiligenthal. Am Dienstag (21.10.08) sind die Forschungsarbeiten mit der Unterzeichnung der Zielvereinbarungen zwischen den drei Initiativgruppen und der Universitätsleitung offiziell gestartet worden
Seit ihrer Gründung habe die Universität ihre Drittmitteleinnahmen für die Forschung kontinuierlich gesteigert. Dabei sei der Anteil von Mitteln der Europäischen Union im Vergleich zu anderen Landesuniversitäten überproportional hoch. Ausbaufähig sei hingegen die grundlagenorientierte, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschung, erklärte Professor Wolf-Andreas Liebert, Vizepräsident für Forschung der Universität. Strategisches Ziel der Universität Koblenz-Landau sei daher der Aufbau von Forschungsstrukturen, die es ermöglichen, auf nationaler und internationaler Ebene mit größeren Forschergruppen und Graduiertenkollegs aufzutreten. Genau an dieser Stelle könne jetzt mit den drei, durch die Forschungsinitiative geförderten Schwerpunktsbereichen angesetzt werden, denn sie dienten auch der Vorbereitung von DFG-Anträgen für Forschergruppen und Graduierten-Kollegs. Neben Bildung, Umwelt, Informatik und Technik sei der Bereich "Gesellschaft und Kultur" der vierte Schwerpunkt der Forschung an der Universität. Er solle in den nächsten Jahren so weit entwickelt werden, dass ein größerer Forschungsverbund 2011 gestartet werden könne.
Ziel des Schwerpunkts Bildungsforschung, der von Professor Dr. Wolfgang Schnotz koordiniert wird, ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch hochwertige Dissertationen im Rahmen aufeinander bezogener Forschungsprojekte im Bereich der Unterrichts- bzw. Lehr-Lern-Forschung. Das zu Grunde liegende Konzept gliedert sich ein in die Bemühungen um eine Neuorientierung der Bildungswissenschaften, insbesondere durch eine stärkere wechselseitige Durchdringung von Theorie und Praxis in der bildungswissenschaftlichen Forschung.
Innerhalb des Schwerpunkts Umweltwissenschaften, Koordinatorin ist Professorin Dr. Gabriele Schaumann, wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe INTERNANO gegründet, die das Verhalten und die ökologische Wirksamkeit synthetischer anorganischer Nanopartikel und deren Wechselwirkung mit Schadstoffen in Boden- und Wassersystemen untersuchen will, denn die Anwendung der Nanotechnologie in der industriellen Produktion wächst rasant. Bereits heute sind über 300 Produkte auf dem Markt, die mittels Nanotechnologie hergestellt oder verbessert wurden, z. B. selbstreinigende Oberflächen, Schutzanstriche für Karosserien oder der Schutz vor ultravioletter Strahlung in Sonnencremes. Ein Nanometer entspricht übrigens einem Millionstel Millimeter.
Im Zentrum des Schwerpunkts Informatik, der von den Professoren Dr. Ulrich Furbach, Dr. Ralf Lämmel und Bernhard Beckert koordiniert wird, steht die Softwareadaption. Sie ist nicht nur eine technisch-wissenschaftliche Herausforderung, sie ist auch eine ökonomische Notwendigkeit. Die Entwicklung komplexer Software ist kostenintensiv. Diese Kosten amortisieren sich nur, wenn bestehende Software einfach auf veränderte Anforderungen angepasst werden kann. Zum Beispiel soll es ohne größeren Aufwand möglich sein, eine Anwendung für das Onlineshopping zu ändern, wenn eine neue rechtliche Rahmenbedingung oder ein neuer Zahlungsweg zu beachten ist oder die Software eines Einparksystems anzupassen, um mit verschiedenen Fahrzeugarten, Fuhrparks oder Parkhäusern zurechtzukommen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Chemie, Gesellschaft, Informationstechnik, Pädagogik / Bildung, Umwelt / Ökologie
regional
Forschungsprojekte
Deutsch

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