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Wissenschaft
Neues Langzeit-Forschungsvorhaben an der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.
Die Frage, ob es auf dem Gelände des Apollo Heiligtums in Didyma (Türkei) einen Artemistempel gibt, ist archäologisch von großer Bedeutung. Welche Rolle diese "kleinen Kultbezirke" haben, dieser Frage widmet sich Privatdozentin Dr. Helga Bumke (Abteilung Klassische Archäologie, Universität Bonn) in ihrem Forschungsvorhaben, welches die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) in ihrer abschließenden Sitzung als förderungswürdig einstufte.
"Die Frage nach der Funktion dieser extraurbanen Heiligtümer hebt das Vorhaben weit aus der Menge vergleichbarer archäologischer Projekte hinaus", betont Prof. Dr. Manfred J.M. Neumann (Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Künste) die kultur- sowie religionsgeschichtliche Relevanz.
Bund und Land NRW werden das Projekt "Kulte im Kult" ab 2009 für insgesamt 12 Jahre fördern. "Damit gibt das Land NRW eine Förderzusage von über 100.000 Euro jährlich", erklärt Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. "Die Arbeit von Frau Dr. Bumke zählt zu den insgesamt nur fünf Projekten, die das strenge Auswahlverfahren zur Aufnahme in das Akademienprogramm erfolgreich durchlaufen haben", so Pinkwart weiter. "Das ist ohne Zweifel ein Ausweis für Exzellenz."
Die Durchführung langfristiger Forschungsvorhaben ist eine der Kernaufgaben der Akademien. Eine zentrale, vom Wissenschaftsrat bestätigte Aufgabe des Akademienprogramms besteht in der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unserer kulturellen Überlieferung.
Hintergrundinformation:
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften ging 1970 aus der am 15. April 1950 durch den damaligen Ministerpräsidenten Karl Arnold gegründeten Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor. Seit August dieses Jahres heißt sie Akademie der Wissenschaften und der Künste. Ihre Aufgaben bestehen in der Pflege des wissenschaftlichen Gedankenaustausches unter den Mitgliedern, der Pflege der Beziehungen zu wissenschaftlichen Einrichtungen, der Anregung wissenschaftlicher Forschungen, der Verleihung von Preisen für herausragende wissenschaftliche Leistungen, der Veröffentlichungen der Sitzungsberichte und Herausgabe von wissenschaftlichen Abhandlungen sowie der Durchführung von wissenschaftlichen Vorhaben des Akademienprogramms.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie
regional
Forschungsprojekte, Kooperationen
Deutsch

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