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28.10.2008 10:07

Die Spur des Traumas in der Kunst: Ausstellung und Tagung in der RUB

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Rendez-vous mit dem Realen

    Auf die Spur des Traumas in der Kunst begibt sich das Campusmuseum in den Kunstsammlungen der RUB mit der Ausstellung "Rendez-vous mit dem Realen". In Werken von Bruce Nauman, Andy Warhol, Christian Boltanski, Arnulf Rainer und Thomas Ruff geht es um die Frage, ob und wie Krisen und Katastrophen im 20. Jahrhundert künstlerisch reflektierbar und darstellbar sind. Die Ausstellung wird am kommenden Donnerstag um 18 Uhr eröffnet und ist bis zum 15. Februar 2009 in den Kunstsammlungen zu sehen.

    Begleitend dazu findet am 31. Oktober und 1. November die Tagung "Rendez-vous mit dem Realen. Trauma in Literatur, Film und Kunst" in der Situation Kunst (für Max Imdahl) in Bochum-Weitmar statt.

    PK zur Eröffnung im Campusmuseum

    Anlässlich der Ausstellungseröffnung lädt das Kunstgeschichtliche Institut der RUB am Donnerstag, 30.10, um 11 Uhr zu einem Pressetermin in die Kunstsammlungen ein, um den Medien bereits vorab einen Einblick in die Ausstellung zu geben.
    Informationen zur Ausstellung und zur begleitenden Tagung stehen im Internet unter
    http://www.rub.de/kgi

    Zweiter Weltkrieg, Vietnam, Golfkrieg

    Die Ausstellung "Rendez-vous mit dem Realen. Die Spur des Traumas in der Kunst" zeigt Werke von Künstlern, die sich mit der Frage nach der Darstellbarkeit historischer Katastrophen und ihrer Folgen im 20. Jahrhundert auseinandergesetzt haben. So stellen sich Künstler wie Christian Boltanski, Jochen Gerz und Gerhard Richter der Frage nach der visuellen Repräsentation von Zweitem Weltkrieg und Holocaust. Mit Arbeiten von Bruce Nauman wird der Vietnamkrieg aktualisiert und Fotografien von Thomas Ruff greifen auf Medientechnologien des Golfkrieges zurück, um die vertraute Umgebung in einen unheimlichen Tatort zu verwandeln.

    Beitrag zur Trauma-Forschung

    Der Begriff des Traumas ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Alltagssprache geworden. So bezeichnen wir einschneidende negative Erlebnisse landläufig als traumatisch, vor allem dann, wenn unter dem Druck des erlebten Schreckens auch die Zukunft betroffen ist. Ursprünglich im psychiatrischen und psychoanalytischen Kontext verankert, ist der Begriff seit den 1990er-Jahren auch in der Literatur- und Kulturwissenschaft sowie in der Kunstgeschichte zu einer festen Kategorie geworden. Damit leistet die Kunst einen wichtigen Beitrag zur Trauma-Theorie. Die fachübergreifende Tagung "Rendez-vous mit dem Realen. Trauma in Literatur, Film und Kunst" bringt Experten aus der Literatur-, Medien- und Kunstwissenschaft sowie der Physiologischen Psychologie zusammen, um interdisziplinär über den aktuellen Stand der Trauma-Forschung zu diskutieren.

    Weitere Informationen

    Dr. Friederike Wappler, Kunstsammlungen der RUB (Sammlung Moderne), Tel. 0234/32-27271, E-Mail: friederike.wappler@rub.de


    Bilder

    Bruce Nauman, RAW WAR, 1971, Lithografie, 57 x 72 cm, Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum
    Bruce Nauman, RAW WAR, 1971, Lithografie, 57 x 72 cm, Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum

    Gerhard Richter, Onkel Rudi, 2000, C-Print, 87 x 50 cm, Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum
    Gerhard Richter, Onkel Rudi, 2000, C-Print, 87 x 50 cm, Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Kunst / Design
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


     

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