idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
17.11.2008 17:25

Stile und Themen aufgeklärter Gelehrsamkeit

Jens Panse Pressestelle
Universität Erfurt

    Forschungszentrum Gotha widmet Symposium am 20./21. November 2008 Christoph August Heumann

    Der thüringische Theologe und Polyhistor Christoph August Heumanns (1681-1764) steht im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FGE), das am 20. und 21. November im Konferenzraum der Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein stattfindet. Auf Einladung von Prof. Dr. Martin Mulsow, Direktor des FGE, kommen in Gotha Wissenschaftler aus der Schweiz, Dänemark und Italien zusammen. "Wir widmen Heumann ein Symposium, das nach dem geistigen Profil des Intellektuellen fragt", umreißt Mulsow das Arbeitsziel der Veranstaltung.

    Heumann, geboren in Allstedt nahe dem Kyffhäuser, zur Schule gegangen in Saalfeld und Zeitz, studierte in Jena und war 1709-1717 Inspektor in Eisenach, bevor er an das Gymnasium in Göttingen ging. Heumanns Kompendien (vor allem der Conspectus reipublicae litterariae) sind maßgeblich für die Form der Historia literaria bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein gewesen; seine philosophiehistorischen Schriften (besonders der Acta philosophorum) haben über ihre Verarbeitung bei Brucker und anderen die moderne Struktur der Philosophiegeschichtsschreibung bestimmt. In der Bibelexegese - über die man weit weniger weiß - war Heumann ein Vorläufer historisch-kritischer Forschung.

    Die Gothaer Tagung bringt Theologen, Philosophiehistoriker, Germanisten und Literaturwissenschaftler an einen Tisch. Gemeinsam werden sie Heumann vor dem Hintergrund seiner Zeit beleuchten: Was ist die Stellung Heumanns in den gelehrten Debatten der Frühaufklärung? Welche neuen Formen waren der Überlieferung in einer Zeit der Umstrukturierung zu geben, mit welchen Mitteln und Stilen ging man dabei vor? Wo waren die Grenzen der Akzeptanz in der Umgestaltung und Kritik? Welche Formen der Kooperation praktizierte man?


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha/


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Religion, Sprache / Literatur
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).