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In der Gandhara-Ausstellung der Bundeskunsthalle in Bonn können Besucher dank modernster 3D-Rekonstruktion die zerstörten Buddhastatuen aus Bamiyan virtuell erleben. Realisiert wurde die Installation vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT auf Basis von Computermodellen der RWTH Aachen. Die Ausstellung wird am 21. November 2009 eröffnet.
Seit Jahren arbeitet ein Wissenschaftler-Team um Professor Michael Jansen, RWTH Aachen, dem Kurator der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, an der Rekonstruktion der Buddhas von Bamiyan. Die beiden 38 und 55 Meter hohen Steinfiguren waren 2001 von Taliban-Milizen gesprengt worden. Mit Hilfe von Laserscanner-Aufnahmen der Felsnischen und alten Fotografien wurden nun exakte Computer-Rekonstruktionen realisiert. Diese bilden die Basis der 3D-Simulation, die eine der Hauptakttraktionen der Ausstellung "Gandhara - Das buddhistische Erbe Pakistans" in der Bundeskunsthalle in Bonn sein wird. Mit einer Stereoprojektion werden die Modelle auf Spezial-Leinwände geworfen und für die Besucher durch spezielle Brillen dreidimensional sichtbar gemacht.
Fraunhofer FIT hat im Auftrag der Bundeskunsthalle die Installation technisch realisiert. Neben der Auswahl der geeigneten Projektionshardware und der Aufbereitung der Computermodelle zur Projektion durch Fraunhofer FIT setzen die FIT-Wissenschaftler dabei auch ihren selbst entwickelten VR / AR-Framework Morgan ein. Morgan ist eine spezielle Software-Plattform zur schnellen Realisation von Virtual- und Augmented-Reality Installationen.
"Erstmals werden durch die Installation in der Bundeskunsthalle die Buddha-Rekonstruktionen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bisher haben nur wenige Wissenschaftler in so genannten 3D-Caves etwas in dieser Art zu sehen bekommen", beschreibt Dr. Wolfgang Broll den besonderen Reiz der Installation. Broll ist Leiter des Geschäftsfelds Kollaborative Virtuelle und Augmentierte Umgebungen des Fraunhofer FIT und hat die Umsetzung der Installation koordiniert.
Die Ausstellung "Gandhara - Das buddhistische Erbe Pakistans" wird am 21. November 2008 offiziell eröffnet und wird bis zum 15. März 2009 in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle zu sehen sein.
Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon: +49 (0) 22 41/14-22 08
http://www.fit.fraunhofer.de
http://www.bundeskunsthalle.de/index.htm?ausstellungen/gandhara/index.htm
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch

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