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Wissenschaft
Julius-Wellhausen-Vorlesung liefert Beitrag zu einem in der Öffentlichkeit heftig diskutierten Thema
Göttingen. Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat 2007 die Julius-Wellhausen-Vorlesung eingerichtet, in deren Rahmen die von dem großen Göttinger Gelehrten Julius Wellhausen (1844-1918) repräsentierten Fächer Altes Testament, Neues Testament und Arabistik sowie die ihnen nahestehenden Disziplinen der orientalischen und der klassischen Altertumswissenschaft zu Worte kommen.
In diesem Rahmen spricht am Freitag, dem 28. November 2008, um 18 Uhr c.t. in der Aula der Göttinger Universität am Wilhelmsplatz Prof. Albrecht Dihle aus Köln über das Thema "Hellas und der Orient. Phasen wechselseitiger Rezeptionen".
Das Thema ist nicht nur in der Wissenschaft hochaktuell, sondern beschäftigt gegenwärtig auch die breitere Öffentlichkeit bis in die Tagespresse hinein. Den Anstoß für die Auseinandersetzungen hat die These des österreichischen Schriftstellers und Homer-Übersetzers Raoul Schrott gegeben, der behauptet, dass Troja nicht im westlichen Kleinasien, sondern in Kilikien zu suchen sei; dort habe die babylonisch-assyrische Kultur, insbesondere das Gilgamesch-Epos, den Dichter Homer aufs stärkste beeinflusst. Prof. Dihle wird über diesen Einzelfall hinaus einen Überblick über die gesamte Geschichte der griechisch-orientalischen Beziehungen geben, wozu er als Verfasser einer griechischen Literaturgeschichte und eines Buches über die Griechen und die Fremden wie wenige nur legitimiert ist.
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Albrecht Dihle hat klassische Philologie in Göttingen, Köln und Heidelberg gelehrt, ist Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, war Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und gehört dem Orden Pour le Mérite an.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Religion, Sprache / Literatur
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch

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