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Wissenschaft
Gemeinsam geben Wissenschaftler der TU9 sowie der Indian Institutes of Technology mit einer Konferenz den Startschuss zur vertieften Zusammenarbeit im Themengebiet "Erdbebenforschung".
Die Indian Institutes of Technology (IIT) sind die Elite-Universitäten Indiens, TU9 ist der Verbund der führenden Technischen Universitäten Deutschlands:
Gemeinsam geben Wissenschaftler dieser Forschungseinrichtungen in einer Konferenz den Startschuss zur vertieften Zusammenarbeit im Themengebiet "Erdbebenforschung". Das Treffen findet statt vom 29.11. - 2.12.2008 am IIT Madras in der indischen Stadt Chennai.
Bei der TU9/IIT-Konferenz werden deutsche und indische Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen den aktuellen Stand im Bereich "Earthquake Science" präsentieren, auf Schwachstellen hin durchleuchten und das Potential gemeinsamer Kooperationsforschung feststellen.
Deutsch-Indische Forschungszusammenarbeit hat bereits Tradition und wird durch dieses Treffen neue Impulse bekommen.
Das IIT Madras in der Stadt Chennai feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Bei der Gründung des IIT Madras stand 1958 die Bundesrepublik Deutschland Pate.
Die TU9 Seite entsendet Wissenschaftler von TU Darmstadt, Universität Karlsruhe (TH) und Universität Stuttgart. Eingeladen sind zudem Experten von GFZ Potsdam, Universität Potsdam und Universität Würzburg.
Teilnehmen werden indische Wissenschaftler u.a. aus folgenden Einrichtungen: IIT Bombay, IIT Delhi, IIT Guwahati, IIT Kanpur, IIT Madras, IIT Roorkee, IISc. Bangalore, BARC, DST, L&T ECC, NGRI (Hyderabad), NRSA (Hyderabad), Structural Engineering Research Center (SERC), CPRI, Anna University.
Die Zusammenkunft wird für TU9 federführend vom Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart (Prof. Dr. Balthasar Novák) organisiert, indische Partner sind auf der Organisationsebene das IIT Madras sowie das Structural Engineering Research Center (SERC).
++Pressekontakt++
TU9 Geschäftsführer Venio Piero Quinque
presse@tu9.de
Telefon: 030/386-39003
++Hintergrundinformation Erdbebenforschung++
Die schweren Erdbeben in Indien, Japan und der Türkei haben in den letzten Jahren einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht, dass erdbebensicheres Bauen und das richtige Verhalten bei dieser Art von Katastrophen Leben retten kann.
Klar ist auch, dass Erdbeben keine nationale Angelegenheit sind - die gefährlichen Erdstöße und ihre gefährlichen Folgen machen vor Landesgrenzen nicht halt.
Umso wichtiger ist es, dass das Know-how internationaler Wissenschaftler zusammengebracht wird, um die Forschung in diesem wichtigen Feld voranzubringen.
Bei der Erdbebenforschung spielen verschiedene Aspekte eine Rolle: Effizienz internationaler Vorwarnsysteme, Tragwerkssicherheit von Bauten unter Erdbeben, Risikoanalyse von Erdbeben. Neben diesen technischen Fragen mindestens genauso wichtig: das Verhalten der Menschen während und nach Erdbeben, die sozialen und ökonomischen Konsequenzen nach Erdbeben und der Umgang damit sowie die Entwicklung der Gesellschaft in erdbebengefährdeten Gebieten.
Glücklicherweise gehört Deutschland nicht zu den Gebieten, die - soweit man dies voraussagen kann - von schweren Erdbeben bedroht sind. Allerdings sind am Rheingraben, der schwäbischen Alb, dem südlichen Schwarzwald und einem Bereich um die Stadt Gera Zonen identifiziert worden, in denen in der jüngeren Vergangenheit mittelschwere Beben aufgetreten sind. Dies hat immerhin zu einer Verschärfung der Anforderungen an Bauwerke in von Erdbeben gefährdeten Gebieten geführt (Erdbebennorm DIN 4109).
Indien gehört zu den von Erdbeben am meisten gefährdeten Ländern dieser Welt: Beispielsweise wurde die Kaschmir-Region in den letzten Jahren hinsichtlich der Gefährdung durch Erdbeben hochgestuft und man befürchtet dort mittelfristig schwere Beben - auch wenn zeitliche Prognosen nur sehr schwierig anzustellen sind.
Das Forschungsthema "Earthquake Science" hat also enorme Relevanz nicht nur für Indien, sondern auch für zahlreiche weitere Länder.
++Über TU9++
TU9 ist der Verband der führenden Technischen Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Universität Hannover, Universität Karlsruhe (TH), TU München, Universität Stuttgart.
An TU9 Universitäten sind derzeit rund 200.000 Studierende immatrikuliert, das sind rund 10 Prozent aller deutschen Studierenden.
In Deutschland stammen 53 Prozent der Universitäts-Absolventen in Ingenieurwissenschaften von TU9 Universitäten. Rund 59 Prozent der Promotionen in den Ingenieurwissenschaften werden an TU9 Universitäten durchgeführt.
TU9 Universitäten erreichen beste Platzierungen beim Drittmittel-Ranking des Statistischen Bundesamtes: Die neun TU9 Mitglieder warben 2005 insgesamt 739 Mio. Euro ein. Das sind rund 20,2 Prozent aller Hochschul-Drittmittel in Deutschland.
http://www.tu9.de TU9 Webportal
http://www.tu9.de/media/docs/tu9/Paper-SERC-JoSE.pdf Unter diesem Link können Sie zum Thema der Erdbebenforschung das Paper "Seismic Performance of Structural D-region of Existing RC Structure Designed with Different Considerations" herunterladen. Verfasser: Balthasar Novák, K. Ramanjaneyulu, Constanze Röhm und Saptarshi Sasmal.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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