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27.11.2008 10:43

"Safer-sex" und trotzdem geschlechtskrank?

Philipp Kressirer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Universität München

    Bakterielle Infektionen sind oft Eingangspforte für eine HIV-Infektion

    In den letzten Jahren ist die Zahl der in Deutschland neu diagnostizierten HIV-Infektionen deutlich angestiegen (um 84% von 2001 bis 2007). München ist bundesweit ein Zentrum der HIV-Infektionen. Eine der Ursachen ist oft mangelhaftes Wissen um die Ansteckungswege. So kann nämlich eine bakterielle Infektion die Eintrittspforte für eine HIV-Infektion werden. Sexuell übertragbare Krankheiten (STD) führen zu einem Barriereverlust und erhöhen das Übertragungsrisiko für eine HIV-Infektion erheblich.

    Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung einer sexuell übertragbaren Erkrankung kann helfen, HIV-Infektionen zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig für die Symptome sexuell übertragbarer Erkrankungen, wie Brennen beim Wasserlassen, Ausfluss aus der Harnröhre, Juckreiz, Hautveränderungen am Genital oder am After sowie geschwollene Leistenlymphknoten zu sensibilisieren.

    Vor diesem Hintergrund muss auf die Gefahren von Infektions-krankheiten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr hingewiesen werden. Neben den bekannten Geschlechtskrankheiten wie Tripper und Syphilis (Lues) sind das unter anderem Chlamydien-Bakterien und die infektiöse Gelbsucht (Hepatitis B). Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) werden aufgrund ihrer Übertragung durch sexuelle Kontakte ebenfalls zu den "sexually transmitted diseases" (STD) gerechnet.

    Hier setzt die Initiative von Dr. Stefan Zippel von der Psychosozialen AIDS-Beratungsstelle in der Klinik für Dermatologie und Allergologie an. Zippel und sein Team sind Woche für Woche an Schu-len unterwegs, um Schülerinnen und Schüler über die Ansteckungswege von Aids, aber auch anderer sexuell übertragbarer Krankheiten zu informieren. Bei seinen Schulbesuchen, den Einzelberatungen und den regelmäßigen Aufklärungstagen in der Klinik lässt Zippel möglichst wenige Fragen offen, "denn bei diesem Thema wird in der Regel nicht gerne nachgefragt", so Zippel.

    Nächster Vortrag und Diskussion zum Thema:

    "HIV-Infektion und sexuell übertragbare Erkrankungen - Wissensstand und Risiken der Infektion"

    Montag, 1. Dezember
    14.00 bis 17.00 Uhr in der Klinik für Dermatologie und Allergologie, Frauenlobstr. 9, 80337 München, Großer Hörsaal (2. Stock)

    Referent: Dr. Stefan Zippel, Psychosoziale AIDS-Beratungsstelle in der Klinik für Dermatologie und Allergologie

    Für diese Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung erwünscht:
    Fax: 089/5160-6122 oder
    Email: Stefan.Zippel@med.uni-muenchen.de

    Klinikum der Universität München
    Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2007 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, poliklinisch, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.700 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2007 etwa 57 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinikum-muenchen.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

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