idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
27.11.2008 12:00

Studierende: Keine Kunden, sondern Mitgestalter der Hochschulen

Stefan Grob Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Studentenwerk

    Im neuen "DSW-Journal" des Deutschen Studentenwerks (DSW) macht sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Bürsch für den Bürgergeist an Deutschlands Hochschulen stark. Sein Credo: Studierende sind keine Kunden, sondern Mitgestalter der Hochschulen.

    Der Vorsitzende des Bundestags-Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement, Dr. Michael Bürsch (SPD), macht sich im neuen DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW) für die studentische Mitbestimmung an Deutschlands Hochschulen stark und kritisiert die im Zuge von Studiengebühren eingeführte Metaphorik von Studierenden als "Kunden". Bürsch sagt: "Wir müssen weg von der Hochschule, die Kunden hat, und hin zur Hochschule als Miteigentum aller, die an dieser Hochschule zu tun haben." In der Vorstellung von Studierenden als "Kunden" gehe der "Geist des Bürgers als Mitgestalter" verloren, befürchtet der Engagement-Experte, der gleichzeitig Juryvorsitzender des DSW-Bundeswettbewerbs "Studierende für Studierende" ist.

    Bürsch wünscht sich engagierte, mitgestaltende, sich einmischende Studierende - auch wenn dieses Engagement nur kurze Zeit geleistet werden könne: "Besser zeitlich begrenzt engagieren als gar nicht." Die Bundesländer, die Hochschulen sowie die Hochschullehrer fordert Bürsch auf, neue Anreize und Anerkennungen für engagierte Studierende zu entwickeln. Den Studentenwerken schlägt Bürsch vor, das ehrenamtliche Engagement der Studierenden in ihren Gremien stärker zu einem Markenzeichen zu machen.

    "Die deutschen Hochschulen könnten sich ein Anreizsystem überlegen", erläuterte Bürsch im Gespräch mit dem DSW-Journal, "da wäre ich mit Blick auf andere Länder durchaus dafür, über Formen von finanzieller Anerkennung nachzudenken." Bürsch weiter: "Credit Points für ehrenamtliches Engagement von Studierenden, Studiengebühren-Befreiung für die studentische Muskelhypothek. Das würde ich durchaus an die Adresse der Länder als Überlegung weitergeben."

    Bürsch zeigte sich begeistert von den vielfältigen Formen studentischen Engagements, die das Deutsche Studentenwerk mit seinem jüngsten, dritten "Studentenwerkspreis für besonderes soziales Engagement" dokumentiert. Bürsch: "Die guten Ideen, die ich beim DSW-Wettbewerb 'Studierende für Studierende' kennen gelernt habe, kann man nachahmen. Ich könnte mir einen solchen Wettbewerb auch auf Länderebene vorstellen." Die Preisverleihung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Wettbewerbs findet heute Abend ab 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kapelle der Humboldt-Universität zu Berlin statt, unter anderem mit einem "ZEIT CAMPUS DIALOG" zum Thema "Engagiert sich eigentlich niemand mehr?"

    Weitere Themen des neuen DSW-Journals 4/2008:
    · Kompetent, schnell, energiegeladen: Christian Füller von der "taz" porträtiert Cornelia Pieper von der FDP
    · "Ein unermesslicher Schaden": Herfried Münkler, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, lässt kein gutes Haar an der Studienstrukturreform
    · "Ich möchte andere Eltern": Martin Leitner, Geschäftsführer des Hochschul-Informations-Systems (HIS), über die Vergleichsstudie EUROSTUDENT III
    · Bei der Studienfinanzierungsberatung hat das Studierendenwerk Hamburg die Nase weit vorn
    · "Der Glaube ist frei": Reportage über Religion auf dem Campus
    · So schön kann Mensa-Architektur sein: Eine Foto-Reise durch die beeindruckendsten Studentenwerksmensen Deutschlands
    · Finanzkrise: Märkte können nicht versagen, schreibt DSW-Präsident Rolf Dobischat, es versagen Menschen


    Weitere Informationen:

    http://www.studentenwerke.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).