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Wissenschaft
Die im Deutschen Studentenwerk zusammengeschlossenen 58 Studentenwerke haben auf ihrer Jahresversammlung Bund und Länder augefordert, im Rahmen des Hochschulpakts II dringend auch in die soziale Infrastruktur zu investieren.
"Wir stehen vor der riesigen Chance, dass in den kommenden Jahren viel mehr junge Menschen studieren werden. Diese Chance müssen wir nutzen und jetzt massiv in ausreichend Studienplätze und in eine leistungsfähige soziale Infrastruktur investieren", forderte Prof. Dr. Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), im Namen aller 58 Studentenwerke, die auf ihrer diesjährigen Jahresversammlung eine entsprechende Resolution verabschiedeten. Darin heißt es: "Ein offensiver Ausbau von Studienplätzen und eine erfolgreiche Umsetzung der Studienstrukturreform erfordern Investitionen insbesondere in zusätzlichen Wohnraum für Studierende." Über das vom Bund mit zusätzlichen Mitteln versehene Wohnraumförderungsgesetz hätten die Länder hier "erhebliche Gestaltungsoptionen", sagte Dobischat vor mehr als 150 Studentenwerks-Delegierten und Gästen in Berlin.
Die Studentenwerke fordern als Ersatz für das abgeschaffte Hochschulbaufördergesetz Sondermittel für die Sanierung von Mensen und Cafeterien, die laut Dobischat als "Lernorte im zeitlich verdichteten Bachelor-Studium" immer wichtiger würden. Auch müssten Studierende mit Kind stärker von den Bundesmitteln für die Ganztagsbetreuung profitieren können.
Dobischat erinnerte daran, dass das deutsche Hochschulsystem nicht allein auf Forschung und Lehre aufruhe, sondern die soziale Infrastruktur der Studentenwerke als dritter Säule einen "zentralen Beitrag" leisten könne, um mehr junge Menschen für ein Studium zu mobilisieren.
"Ein Denken allein in Studienplätzen greift zu kurz", sagte Dobischat, "die künftigen Studierenden brauchen ein campusnahes Dach über dem Kopf, sie brauchen preisgünstige Verpflegung, eine solide Studienfinanzierung - und vor allem gute Beratung. Das gehört zu guten Studienbedingungen, und nur mit guten Studienbedingungen schaffen wir es, dass auch wirklich möglichst viele junge Menschen studieren."
Dass beim Hochschulpakt I die soziale Infrastruktur nicht berücksichtigt wurde, bezeichnete Dobischat als "strukturelles Defizit". "Beim Hochschulpakt II darf sich das nicht wiederholen", mahnte der DSW-Präsident. "Bund und Länder müssen an die jungen Menschen, die sich zu studieren überlegen, ein klares Signal senden: Ihr seid willkommen, auf Euch warten Studienplätze und guter Service rund ums Studium."
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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