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05.12.2008 11:58

Vortrag über neue deutsch-syrische Ausgrabungen auf dem Tell Halaf

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Am Donnerstag, 11. Dezember 2008, tragen die Archäologen Dr. Lutz Martin vom Vorderasiatischen Museum in Berlin, PD Dr. Mirko Novák von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen sowie Prof. Dr. Winfried Orthmann (i. R.) und Dr. Jörg Becker von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam über die neuen deutsch-syrischen Ausgrabungen auf dem Tell Halaf in Syrien vor. Dazu sind alle am Thema Interessierten herzlich eingeladen.

    Zeit:
    11. Dezember 2008, 18:30 Uhr
    Ort:
    Martin-Luther-Universität
    Melanchthonianum, Hörsaal XX
    Universitätsplatz 8-9
    06108 Halle

    Der Tell Halaf in Syrien gehört zu den wichtigsten Referenzorten für Forschungen zur aramäischen Kultur im frühen 1. Jt. v. Chr. und ist gleichzeitig namengebender Fundort der Halaf-Kultur, einer bedeutenden Kulturstufe des Spätneolithikums im frühen 6. Jt. v. Chr.

    Die archäologischen Ergebnisse der von Max Freiherr von Oppenheim zwischen 1911 bis 1913 sowie 1929 durchgeführten großflächigen Ausgrabungen sind weitestgehend veröffentlicht. Die Erstellung der Endpublikation erfolgte allerdings unter großen Schwierigkeiten, da infolge des Zweiten Weltkriegs wesentliche Teile der Grabungs-dokumentation verloren gingen, die zusammen mit ausgewählten Funden in dem kleinen Tell-Halaf-Museum in Berlin ausgestellt waren.

    Seit 2001 bearbeitet das Tell-Halaf-Projekt, gefördert durch die Sal. Oppenheim-Stiftung, die Alfred Freiherr von Oppenheim-Stiftung sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Überreste der Max von Oppenheim-Sammlung, die im November 1943 bei einem Luftangriff schwer beschädigt wurde. Obwohl die Fragmente der monumentalen Basaltskulpturen geborgen und in die Magazine des Vorderasiatischen Museums verbracht werden konnten, galten die Bildwerke lange Zeit als nicht mehr restaurierbar.

    Im Zusammenhang mit dem Berliner Tell-Halaf-Projekt konnte seit 2006 ein Gemein-schaftsprojekt der Staatlichen Museen zu Berlin (Vorderasiatisches Museum), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Seminar für Orientalische Archäologie und Kunst-geschichte), der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Altorientalisches Seminar) und der syrischen Altertümerverwaltung (Damaskus) gestartet und die Grabungsarbeiten am Tell Halaf im August 2006 wieder aufgenommen werden. Die neuen Ausgrabungen waren auch deshalb geboten, da das Ruinengelände durch moderne Bautätigkeit stark gefährdet ist.

    Außerdem wurden durch die Altgrabungen nicht alle Fragestellungen hinreichend beantwortet; so werden z. B. die bedeutenden Bildwerke der frühen Eisenzeit hinsichtlich ihrer Datierung kontrovers diskutiert. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen daher Untersuchungen zur Chronologie sowie zur Siedlungsstruktur.

    Text: Dr. Petra Hoffmann

    Ansprechpartner:
    Dr. phil. Jörg Becker
    Philosophische Fakultät I,
    Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte
    Telefon: 0345 55 24039
    E-Mail: joerg.becker@orientarch.uni-halle.de
    Internet: http://www.tell-halaf-projekt.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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