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08.12.2008 08:37

Zwei Leibniz-Preise für Ulm: Höchste Ehren für die Professoren Rudolph und Kirchhoff

Willi Baur Pressestelle
Universität Ulm

    "Zweimal höchste Ehren für Ulmer Forscher" titelte die Stuttgarter Zeitung, "Großer Tag in Ulm" die Augsburger Allgemeine und die örtliche Südwest Presse rückte ein Zitat von Ulms Uni-Präsident Professor Karl Joachim Ebeling in die Schlagzeile einer Art Leibniz-Sonderseite: "Großartiger Tag für die Uni". Die Neu-Ulmer Zeitung griff derweil eine Aussage von Professor Guido Adler auf, Vizepräsident der Universität Ulm für die Medizin und Ehemann von Ulms SSV-Präsidentin Katja Adler, vielleicht deswegen geprägt von Erinnerungen an selige Ulmer Fußball-Zeiten: "Spätestens seit heute spielt die Uni in der ersten Liga."
    Keine Frage: Am Donnerstag vor Nikolaus schlug auf dem Campus die Stunde der Superlative. Grund für die Begeisterung: Zwei der elf in diesem Jahr vergebenen Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise gingen an Wissenschaftler der Uni Ulm, beide schon in der Vergangenheit mehrfach mit hochkarätigen Ehrungen bedacht: Professor Lenhard Rudolph, 39, der sich als Leiter einer Max-Planck-Forschungsgruppe mit der Stammzellalterung und daraus resultierenden Prozessen beschäftigt, die Entstehung von Krebs inklusive, sowie Professor Frank Kirchhoff (Institut für Virologie), Jahrgang 1961, auch aus Sicht der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "ein weltweit führender Aids-Forscher". Und beide Preisträger mit Erkenntnissen, die auch eine praktische Anwendung erwarten ließen. Bei Rudolph sieht sie die DFG in "Therapien, die ein gesundes Altern ermöglichen", bei Kirchhoff in "neuen Ansätzen zur Vermeidung der Übertragung" der Immunschwäche.
    Professor Rudolph, den die Nachricht aus Bonn bei einer Konferenz in Wien erreichte ("ein riesiger Erfolg für Ulm und meine eigene Arbeit"), will denn auch die 2,5 Millionen Preisgeld der höchstdotierten deutschen Auszeichnung nutzen, "um die Dinge voranzubringen". Ähnlich formuliert Professor Kirchhoff seine Pläne: "Damit kann man interessante Dinge machen." Darüber hinaus war der momentan mit Rufen aus Basel und Göttingen bedachte Forscher zum einen "überglücklich" ("Für mich ist ein Forschertraum wahr geworden"), zum anderen dankbar: "Meine Umgebung in Ulm hat meine Forschungen entscheidend unterstützt", sagte er und: "Der Preis gilt auch meinen guten Mitarbeitern."


    Bilder

    Prof. Karl Lenhard Rudolph (li) und Prof. Frank Kirchhoff
    Prof. Karl Lenhard Rudolph (li) und Prof. Frank Kirchhoff


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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