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Wissenschaft
Universität Erfurt sieht gute IGLU-Ergebnisse für Thüringen als Bestätigung und Auftrag
Die Universität Erfurt sieht in den guten Ergebnissen Thüringens beim IGLU-Ländervergleich (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung), die heute (9. Dezember 2008) veröffentlicht worden sind, eine "Bestätigung der geleisteten Arbeit im Bereich der Grundschullehrerausbildung und einen Auftrag für die Zukunft, in den Bemühungen um Lesekompetenz und Lesemotivation bei Grundschülern nicht nachzulassen", so Professor Dr. Gerd Mannhaupt vom Fachgebiet Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung der Universität Erfurt. Das Fachgebiet hat sich in den vergangenen Jahren unter Leitung von Professorin Dr. Karin Richter auf vielfältige Weise um kindliche Sprachentwicklung, Schriftsprache, Kinderliteratur und Neue Medien bemüht.
So war das Thema "Leseförderung und Medienkompetenz. Kinderliteratur und Kinderfernsehen in einer multimedialen Kinderkultur" bereits Gegenstand einer im Jahr 2000 von Karin Richter vorgelegten Studie. Es schloss sich das, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte, Projekt "Entwicklung von Lesemotivation bei Grundschülern" an, in dem die Möglichkeiten und Grenzen schulischer Einflussnahme auf die Entwicklung von Lesemotivation im Grundschulalter erstmals ausführlich dargestellt wurden. "Die Konzentration auf die Grundschule erklärt sich vor allem aus der Bedeutung dieser Bildungsphase für die Prozesse der literarischen Sozialisation", so Prof. Richter. Parallel zur empirischen Erhebung und zu deren Auswertung hat sie zusammen mit Dr. Monika Plath in einer Fülle von Unterrichtsversuchen verschiedene Möglichkeiten zur Entwicklung von Lesemotivation an unterschiedlichen literarischen Beispielen sowie im Medienkontext erprobt. In ihrer Publikation machten sie sichtbar, wie die in der Studie erhobenen Defizite überwunden und sowohl Mädchen als auch Jungen zum Lesen angeregt werden können. Richter und ihre Mitarbeiterinnen wirkten auch selbst auf vielfältige Art an der praktischen Umsetzung mit. Beim ersten Thüringer Lese- und Medienfest im Herbst 2004 feierten Grundschüler, Eltern, Lehrer und Erzieher mit renommierten Kinderbuchautoren in Erfurt das "Lesen". Bereits seit zehn Jahren finden die Erfurter Kinderbuchtage unter Mitwirkung der Universität statt, seit drei Jahren auch mit einer eigenen "Kinder-Uni rund um das Buch". Die Forschungsergebnisse fanden Eingang in die reformierte Grundschullehrerausbildung im BA-Studiengang "Pädagogik der Kindheit" an der Universität Erfurt und ein Forschungssymposium "Lesen und Leseförderung" an der Erfurt School of Education. Anschlussprojekte sind geplant. "Wir dürfen im Bemühen um das Lesen - als einer für die kindliche Entwicklung so wichtigen Kompetenz - nicht nachlassen", so Professor Mannhaupt.
Weitere Informationen/ Kontakt:
Tel.: 0361-737-2100
http://www.uni-erfurt.de/kinderliteratur/
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur
überregional
Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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