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16.12.2008 12:31

10 Millionen Euro für immunologische Therapieforschung

Jacqueline Hirscher Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin

    Dauerhafte Heilung für chronische Autoimmunpatienten? Schluss mit der Allergie? Keine immunsuppressiven Medikamente mehr nach einer Transplantation?
    Das sind die Visionen, die im Sonderforschungsbereich (SFB) 650 in Berlin verfolgt werden.

    Mit insgesamt über 10 Millionen Euro will die Deutsche Forschungsgemeinschaft ab Januar 2009 für weitere 4 Jahre Projektgruppen und Institutionen fördern, die neue Therapiemöglichkeiten für immunologisch bedingte chronische Erkrankungen wie Rheuma, Multiple Sklerose, Allergien oder Transplantatabstoßung erforschen.

    Insgesamt 19 Arbeitsgruppen aus der Charité-Universitätsmedizin Berlin, dem Deutschem Rheuma-Forschungszentrum, der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie kooperieren in dem Forschungsverbund, dessen Sprecher Prof. Dr. Alf Hamann (Charité) ist.

    Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoide Arthritis, Diabetes I oder Multiple Sklerose werden ebenso wie Allergien oder Transplantatabstoßungen durch unerwünschte Immunreaktionen verursacht. Autoimmunerkrankungen sind chronische, bis heute meist nicht heilbare Erkrankungen, die zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Sie sind schmerzhaft, lebenszeitverkürzend, und bringen eine erheblichen sozioökonomische Belastung des Gesundheitssystems mit sich.

    Der an der Charité angesiedelte SFB 650 hat es sich zum Ziel gesetzt, neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, die die zellulären Regulationsmechanismen des Immunsystems ausnutzen. In interdisziplinären Projekten werden zum einen nach Möglichkeiten zur Erzeugung, Stärkung oder zur Transfusion von suppressiven, regulatorischen Zellpopulationen (den "Friedenstruppen") des Immunsystems geforscht. Zum anderen wird versucht, durch Beeinflussung von zellulären Signalwegen, die Verwendung inhibitorischer Moleküle aus Parasiten oder der Beseitigung von aggressiven Abwehrzellen pathologische Immunantworten gezielt zu unterdrücken und die immunologische Balance wiederherzustellen. Partner aus dem Sonderforschungsbereich haben hier schon ermutigende klinische Erfolge bei schweren rheumatischen Erkrankungen erzielt.

    Mit diesen Strategien hofft der SFB neue Ansätze für effiziente und nebenwirkungsarme, möglicherweise sogar dauerhafte heilende Therapien chronisch-entzündlicher Erkrankungen zu finden.

    Prof. Dr. Alf Hamann
    Experimentelle Rheumatologie,
    Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie u. Klinische Immunologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin
    und Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin

    Chariteplatz 1
    10117 Berlin
    E-Mail: hamann@drfz.de
    Tel.: 030-28460 655 oder 0173-916 92 86


    Weitere Informationen:

    http://www.charite.de/sfb650


    Bilder

    Das Rheuma-Forschungszentrum Berlin auf dem Campus der Charité in Berlin Mitte
    Das Rheuma-Forschungszentrum Berlin auf dem Campus der Charité in Berlin Mitte
    Quelle: Foto: W.E.Krätzig

    Immunzellen im Gewebe
    Immunzellen im Gewebe
    Quelle: Foto: Berek, DRFZ


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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