idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Für ihre Arbeiten zur frühen Diagnose insbesondere der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit ist Dr. Edna Grünblatt ausgezeichnet worden. Die Privatdozentin an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie erhielt den Preis für den bemerkenswertesten Beitrag im Bereich der Genforschung 2008, den Most Admired Researcher Award.
Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Genforschungsfirma Ocinum Biosolutions and Gene Logic verliehen. Die Genomic Pioneer Awards verfolgen das Ziel, "exzellente und herausragende Beiträge im Bereich der Genforschung - unter Zuhilfenahme aktuellster Methoden - zu würdigen".
Biomarker für Alzheimer
Edna Grünblatt hat - insbesondere bei ihren Forschungen in der Altersstudie Vienna Transdanube Aging (VITA) - diagnostische Methoden entwickelt, um Alzheimer-Demenz und Morbus Parkinson im Blut nachweisen zu können.
Die beiden patentierten Biomarker, sagt sie, könnten eine viel frühere Diagnose dieser fortschreitenden neurodegenerativen Erkrankungen ermöglichen: "In meiner aktuellen Studie wurde die Hypothese aufgestellt, dass bei bestimmten Formen von Alzheimer-Demenz und Morbus Parkinson eine Kombination von genetischen Veränderungen und Umweltfaktoren den Neurodegenerationsprozess beeinflusst. Nun zeigen meine Ergebnisse, dass nicht ein einzelnes Biomarker-Gen, sondern vielmehr multiple Gene für den Erkrankungsprozess verantwortlich sind. Damit könnte man Parkinson oder Alzheimer mithilfe von bestimmten Genexpressions-Profilen im Gesamtblut in einem frühen Stadium identifizieren. Das würde auch die Chance eröffnen, diese Krankheiten viel früher zu behandeln und damit hoffentlich auch ihr Fortschreiten zu verlangsamen oder ganz zu stoppen".
Über Edna Grünblatt
Die 36-Jährige hat Chemie, Biologie und Medizin am Technion, dem Israel Institute of Technology in Haifa, studiert und dort im Jahr 2000 promoviert. Seither ist sie an der Universität Würzburg tätig - zunächst als Arbeitsgruppenleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinischen Neurochemie an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, seit ihrer Habilitation im Frühjahr 2008 als Privatdozentin.
Kooperation mit Altersstudie
Dort ist sie verantwortlich für die Kooperation mit der Altersstudie Vienna Transdanube Aging (VITA) des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Altersforschung in Wien. Dieses Projekt ist eine prospektive Studie, um frühe biologische und molekulare Biomarker ebenso wie Risikofaktoren für Demenz zu identifizieren.
Parallel dazu ist Edna Grünblatt in die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Würzburger Klinische Forschergruppe zum Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) eingebunden.
Kontakt: PD Dr. Edna Grünblatt, T (0931) 201-77360, E-Mail: gruenblatt_e@klinik.uni-wuerzburg.de
Edna Grünblatt
Quelle: Foto: privat
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).