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Wissenschaft
"Eine der wichtigsten Neuerungen des bundesdeutschen Rettungswesens nimmt nun zügig Gestalt an", freut sich Dr. Thomas Luiz, bislang Ärztlicher Leiter im Rettungsdienst Kaiserslautern und seit 1. Januar 2009 medizinischer Leiter des Deutschen Zentrums für Notfallmedizin und Informationstechnologie DENIT am Fraunhofer IESE.
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern etabliert mit DENIT eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die sich unter anderem der Erarbeitung von Systemen für optimierte Logistik- und Kommunikationsstrukturen in der Notfallmedizin widmet. Zur effizienten notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung sind zeit- und sachgemäße Optimierungsansätze notwendig.
Mit seinem inhaltlichen Schwerpunkt auf der notfallmedizinischen Versorgungs- und Systemforschung trägt das DENIT dazu bei, ablaufsichere Prozessketten, hochzuverlässige Systemarchitekturen sowie leistungsstarke Infrastrukturen für Logistik und Kommunikation im Rettungswesen zu erforschen und in die notfallmedizinische Praxis zu übertragen.
Die konzeptionelle Übertragung von Forschungsergebnissen in praxistaugliche Szenarien der Notfallrettung ist zudem angedacht. Institutsleiter Prof. Dieter Rombach hebt die Bedeutung empirisch untermauerter Vorgehensweisen im Rettungswesen hervor: "Informations- und Kommunikationstechnologie spielt heute in der Rettungskette vom Notarzt bis zum Klinikum eine ebenso tragende Rolle wie die Medizin selbst. Sachgerechte Systemarchitekturen sowie nachweislich korrekte Methoden, Technologien und Werkzeuge müssen dafür sorgen, dass diese Kette nicht reißt."
DENIT wird vielfältige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entfalten und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung medizinischer und sozialer Versorgungsstrukturen leisten. Konzeption und Aufbau von Einsatzdatenbanken, Expertensystemen, Kommunikationsinfrastrukturen und telemedizinischen Netzwerken sind nur einige der Tätigkeitsfelder von DENIT. Darüber hinaus wird das Forschungszentrum umfangreiche Dienstleistungen für Industrie und öffentliche Hand erbringen. Hierzu zählen insbesondere der Technologietransfer auf dem Gebiet des Software und Systems Engineering sowie, in Zusammenarbeit mit anderen Bereichen des IESE, die Entwicklung fortschrittlicher Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen (Simulation, E-Learning) in der Anwendungsdomäne Rettungswesen.
Neben dem Fraunhofer IESE und dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern werden zur Projektlaufzeit weitere Partner in das DENIT eingebunden.
Ansprechpartner:
Alexander Rabe
Telefon +49 (631) 6800 1002
alexander.rabe@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen, Telekommunikationseinrichtungen und Telematikanlagen über Informationssysteme und medizintechnische Geräte bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe - vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik, dem auch das Fraunhofer ITWM angehört, engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.
Das Fraunhofer IESE ist eines von 56 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.
http://www.iese.fraunhofer.de - Homepage des Fraunhofer IESE
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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