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09.01.2009 14:39

Expertenmakler: Rückstau von Treibeis auf der Elbe

Tilo Arnhold Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

    Magdeburg. Momentan bildet sich am Unterlauf der Elbe eine Eisschicht, die zunehmend die Schifffahrt behindert. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) hatten vor einigen Jahren berechnet, wie schnell der Eisstau auf der Elbe wachsen kann. Unter geeigneten Bedingungen, stauen sich die Eisschollen etwa mit der gleichen Geschwindigkeit an, mit der die Elbe fließt. Das bedeutet: Wenn es kalt genug ist, dann können die gestauten Eisschollen fast 100 Kilometer pro Tag elbaufwärts wachsen. Oberhalb der Saalemündung bei Barby hat es seit 1963 keinen Eisstau mehr gegeben.

    Sollten die Lufttemperaturen lange genug ausreichend tief sein, dann könnte der Eisstau jedoch weiter elbaufwärts wachsen und auch Städte erreichen, in denen der letzte Eisstau schon fast in Vergessenheit geraten ist. Durch weniger Wärmeeintrag, zum Beispiel durch weniger industrielle Abwärme, ist Eis wieder häufiger geworden auf der Elbe.

    Weitere fachliche Informationen:
    Dr. Bertram Boehrer
    Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
    Telefon: 0391-810-9441
    http://www.ufz.de/index.php?de=1830
    oder über
    Tilo Arnhold (UFZ-Pressestelle)
    Telefon: 0341-235-1269
    E-mail: presse@ufz.de
    http://www.ufz.de/index.php?de=17265

    Weiterführende Links:
    Vortrag auf dem Magdeburger Gewässerschutzseminar in Cesky Krumlow 2006:
    http://www.ufz.de/data/1110_Bl1_04_Boehrer5235.pdf

    Publikation:
    Boehrer, B., Tibke, M., Suhr, U. (2004):
    Frontal progression of a juxtaposed ice cover on the Elbe river
    J.Hydrol. 288 (3-4), 258-263
    http://dx.doi.org/10.1016/j.jhydrol.2003.10.009

    Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 900 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.
    Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).


    Weitere Informationen:

    http://www.ufz.de/data/1110_Bl1_04_Boehrer5235.pdf


    Bilder

    Treibeis auf der Elbe in Magdeburg am 6. Januar 2009.
    Treibeis auf der Elbe in Magdeburg am 6. Januar 2009.
    Quelle: Foto: Bertram Boehrer/UFZ

    Im kontinentalen Klima kommt das Phanomen Treibeis häufiger vor. Hier eine Aufnahme der Neris im litauischen Vilnius. Neujahr 2009.
    Im kontinentalen Klima kommt das Phanomen Treibeis häufiger vor. Hier eine Aufnahme der Neris im lit ...
    Quelle: Foto: Tilo Arnhold/UFZ


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Meer / Klima, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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