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26.01.2009 09:39

"Sexualität im Alter - Lust oder Frust?" Experten geben am Universitätsklinikum Ulm Auskunft

Jörg Portius Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm

    Welchen Stellenwert hat die Sexualität von Seniorinnen und Senioren in der Gesellschaft? Was macht Sexualität im Alter leichter, was macht sie schwieriger? Welche Ansprechpartner gibt es?
    Diese und andere Fragen werden im Rahmen einer gemeinsamen Abendveranstaltung der Bezirksärztekammer Südwürttemberg und der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm am Mittwoch, 4. Februar, ab 19.30 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Klinik (Oberer Eselsberg, Albert-Einstein-Allee 23, 89081 Ulm) erörtert. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht nur an Fachleute, sondern an alle, die an diesem wichtigen Thema Interesse haben.

    Seit der so genannten sexuellen Revolution in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sind in unserer Gesellschaft - die sehr von Jugendlichkeit, Schönheit und Gesundheit dominiert wird - Themen und Motive der Sexualität in Wort und Bild im Alltag gegenwärtig. Während Sexualität noch vor gar nicht allzu langer Zeit zum absoluten Intimbereich der Menschen gehörte, ist sie heute sehr öffentlich und überwiegend enttabuisiert - mit wenigen Ausnahmen.

    Eine diese Ausnahmen ist die Sexualität im Alter. Wie in Umfragen und Interviews bereits mehrfach berichtet wurde, können sich junge Menschen meistens gar nicht vorstellen, dass ihre Eltern und Großeltern ihre Beziehung auch sexuell aktiv pflegen.

    Dabei ist etwa für die Hälfte aller Männer zwischen 60 und 80 Jahren und für 30 bis 37 Prozent aller Frauen dieser Altersgruppe Sexualität wichtig, wie eine internationale Studie ergab. Während es den Frauen dabei eher um Beziehungsqualität geht, steht bei Männern die Sexualität selbst im Mittelpunkt.

    Gelebte Sexualität ist ein hochsensibler und verletzlicher Bereich des menschlichen Lebens. Dementsprechend werden sexuelle Probleme der Menschen und die Behandlungsmöglichkeiten auch häufig in den Medien thematisiert, aber die sexuellen Probleme älterer Menschen haben darin keinen Platz.

    Vor diesem Hintergrund organisiert die Akademie für ärztliche Fortbildung der Bezirksärztekammer Südwürttemberg in Zusammenarbeit mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätskli-nikum Ulm eine gemeinsame Abendveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

    Im Mittelpunkt von "Sexualität im Alter - Lust oder Frust?" stehen die Rollen von Zärtlichkeit und Sexualität im Leben der Menschen, die gelebte Sexualität der reifen Frau, Fragen rund um die männliche Potenz im Alter und Sexualberatung in der Psychotherapie. Im Anschluss an die Vorträge (siehe Programm) besteht Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen.

    Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Gisela Herterich unter der Telefonnummer 07121 917-2415 gerne zur Verfügung.

    Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsklinikum Ulm. Telefon: 0731 500-43043

    Programm:

    Am 4. Februar ab 19.30 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Klinik, Oberer Eselsberg,
    Albert-Einstein-Allee 23, 89081 Ulm

    19.30 Uhr
    Begrüßung
    Dr. med. Michael Datz, Präsident der Bezirksärztekammer Südwürttemberg
    Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Ulm

    19.45 - 20.10 Uhr
    Zärtlichkeit und Sexualität - lebenslange Bedürfnisse?
    Dr. med. Birgit Delisle, niedergelassene Gynäkologin, München, 2. stellvertretende Vorsitzende in der Akademie für Sexualmedizin e. V.

    20.10 - 20.45 Uhr
    Gelebte Sexualität der reifen Frau
    Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Mechthild Neises; Fachbereich Psychosomatische Frauenheilkunde, Medizinische Hochschule Hannover

    20.45 - 21.10 Uhr
    Männliche Potenz
    Prof. Dr. med. Richard Hautmann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Ulm

    21.10 - 21.35 Uhr
    Sexuelle Konflikte im Alter
    Dr. med. Peter Weyland, niedergelassener Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychiatrie, Biberach

    21.35 - 22.00 Uhr
    Diskussion mit den Referenten
    Leitung: Dr. med. Michael Datz, Präsident der Bezirksärztekammer Südwürttemberg


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medizin, Psychologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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