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26.01.2009 11:05

Einladung zur Mainzer Poetikdozentur mit Dirk von Petersdorff

Petra Plättner Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

    Workshop: Kreatives Schreiben
    Vorlesung: Das Lied: Vom "Wunderhorn" zu den "Fantastischen Vier"

    Der Lyriker und Essayist Dirk von Petersdorff, Jg. 1966, bietet im Rahmen seiner Poetikdozentur am Donnerstag einen Workshop an, in dem Schreibtechniken vermittelt und erprobt werden. Durch konkrete Übungen soll die sprachliche Sensibilität gesteigert werden.
    In seinem Vortrag am Freitag beschäftigt er sich mit einer der wichtigsten Formen der Lyrik, die vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vernachlässigt wurde: dem Lied.
    Der Vortrag ist das Plädoyer für eine neue Liedproduktion, ausgehend von der wichtigsten Phase der Liedgeschichte, dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Die Sammlung "Des Knaben Wunderhorn" von Clemens Brentano und Achim von Arnim stellt einerseits ein Reservoir an Liedtexten bereit, demonstriert aber gleichzeitig, wie eine Gegenwart produktiv mit den Zeugnissen der Vergangenheit umgehen kann. Denn vor allem Brentano schreibt Lieder aus der Tradition um, passt sie dem Lebensgefühl seiner Zeit an.
    Heute muss man sich die Frage stellen, warum das 20. Jahrhundert die Liedform vernachlässigte und für überholt erklärte. Lässt man die Argumente einer geschichtsphilosophisch argumentierenden Ästhetik beiseite, dann ist eine Erneuerung des Liedes denkbar. Denn seine Themen sind universal, sie bedürfen nur einer zeitspezifischen Realisierung und Formulierung. Mit Blick auf die "Fantastischen Vier" und anderen Beispielen aus der Popmusik wird Dirk von Petersdorff die Möglichkeiten gegenwärtiger Liedkunst erörtern.

    Neben zahlreichen Lyrikbänden veröffentlichte Dirk von Petersdorff 2007 "Lebensanfang. Eine wahre Geschichte" (C.H. Beck) und 2008 im selben Verlag eine "Geschichte der deutschen Lyrik". Er erhielt u.a. den Förderpreis des Leonce- und Lena-Preises (1991), den Friedrich Hebbel-Preis (1993) und den Kleist-Preis (1998). Seit 2004 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Mit dem Wintersemester 2008/2009 Professur am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

    Ort: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg
    Termine: Workshop am Donnerstag, 5. Februar 2009, 16-18 Uhr, Hörsaal P 104
    Vortrag am Freitag, 6. Februar 2009, 14-16 Uhr, Hörsaal P2

    Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Sprache / Literatur
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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