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Wissenschaft
"Wie kann schon der Kindergarten dazu beitragen, möglichst alle Kinder für die Schule zu befähigen", dies diskutiert Professor Hasselhorn vom DIPF auf der Bildungsmesse Didacta mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kindergarten, Schule und Wissenschaft. Mehr als 80 interessierte Besucherinnen und Besucher der Didacta folgten den Ausführungen der Expertenrunde zum Modellprojekt "Schulreifes Kind" des Landes Baden-Württemberg. Die zahlreichen Beiträge und Fragen an die Experten zeigten, wie groß das Interesse und der Informationsbedarf zum Thema Schulfähigkeit ist.
"Dem Projekt "Schulreifes Kind" liegt ein überzeugendes Konzept zugrunde, denn es zeigt, wie man schon sehr früh, bereits im Kindergarten beginnen kann, individuelle Schwächen zu identifizieren, die einen erfolgreichen Einstieg in die Schule gefährden. Insbesondere zeigt es Wege zur gezielten, individuellen Förderung der Kinder mit Schwächen", so Professor Hasselhorn, Leiter des Bereichs Bildung und Entwicklung im DIPF (Deutsches Institut für Internationale pädagogische Forschung).
Schulfähigkeit nicht nur zu fordern, sondern auch zu fördern, dieses Ziel hat sich das Land Baden-Württemberg auf die Fahnen geschrieben. Um eine erfolgreiche Umsetzung des pädagogischen Konzeptes auch in der Praxis vor Ort zu gewährleisten, wird im Projekt intensiv zwischen Erzieherinnen, Eltern und Förderexperten im Kindergarten kooperiert. Darüber hinaus werden auch die Grundschulen von Anfang an durch intensive Zusammenarbeit in die Fördermaßnahmen in den Kindergärten eingebunden.
Bereits in der ersten Projektphase haben sich mehr als 200 Standorte in Baden-Württemberg am Projekt "Schulreifes Kind" beteiligt. Für die zweite Phase gibt es bereits doppelt so viele Anmeldungen. Eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes, soll nicht nur Fragen nach der Wirksamkeit der Fördermaßnahmen im "Schulreifen Kind" klären, sondern auch mithelfen, die Umsetzung zu optimieren.
Bildung, die im Kindergarten ansetzt und mit dazu beiträgt, dass möglichst viele Kinder in hinreichendem Maße Schulfähigkeit erlangen, setzt entsprechende Kompetenzen beim pädagogischen Fachpersonal in den Kindergärten und Kindertagesstätten voraus. Ein neuer Hochschulstudiengang für Frühkindliche und Elementarbildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, soll das pädagogische Fachpersonal für diese Aufgaben ausbilden.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Tel +49 (0)69 24708- 214, DIPF, Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung
Stefanie Lotz, Tel +49 (0)69 24708-133, DIPF, Referat Kommunikation
http://www.dipf.de/aktuelles - Presseinformationen des DIPF
http://www.dipf.de/bildungsforschung/bien - Bereich "BIldung und Entwicklung" am DIPF
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungsprojekte, Schule und Wissenschaft
Deutsch

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