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26.02.2009 12:44

Andreas Storm: "Lesen ist der Schlüssel zum Erfolg"

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Staatssekretär präsentiert Ergebnisse der Studie "Lesen in Deutschland 2008"
    "Lesen bildet" - diesen Zusammenhang bestätigt auf eindrucksvolle Weise die Studie "Leseverhalten in Deutschland 2008" der Stiftung Lesen, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert hat. "Wer regelmäßig liest, erhöht deutlich seine Chance auf eine gute Bildung", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Andreas Storm, am Donnerstag bei einer Tagung in Darmstadt. "Letztlich hängt damit auch der spätere berufliche Erfolg direkt von der Lesekompetenz ab", ergänzte der Staatssekretär.

    Sehr erfreulich ist nach den Worten von Staatssekretär Storm das gute Abschneiden von Menschen aus Migrantenfamilien mit guten Deutschkenntnissen. 36 Prozent von ihnen lesen ein oder mehrere Male in der Woche. Damit greifen sie sogar etwas häufiger zum Buch als Deutsche, die nicht aus Migrantenfamilien kommen. "Gut gebildete Migranten bilden eine neue 'Lese-Mittelschicht' - mit großem Potenzial", sagte der Staatssekretär. "Sie sind wichtige Multiplikatoren, um bildungsferne Schichten zu erreichen. Und sie belegen, dass die Vermittlung von Sprachkompetenz der Schlüssel für erfolgreiche Leseförderung ist."

    Zentrale Herausforderung für die Zukunft sei das Stärken des Vorlesens. Hintergrund sind Erkenntnisse der Stiftung Lesen, dass 42 Prozent der Eltern ihren Kindern gar nicht oder nur selten vorlesen. "Wir brauchen eine neue Vorlese-Kultur", sagte Storm. "Elternhäuser, Kindergärten und Schulen sind hier gleichermaßen gefordert." Der Staatssekretär verwies auch darauf, dass das BMBF die bundesweite Aktionswoche "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek" unterstützt, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Köhler steht.

    Als besorgniserregend bezeichnete Storm den Befund der Studie, dass jeder vierte Deutsche niemals ein Buch liest. "Die Studie führt uns deutlich vor Augen, dass der Handlungsbedarf hier noch groß ist." Lesekompetenz ist nach den Worten Storms sowohl für jeden einzelnen als auch für die Gesellschaft insgesamt wichtig. Auch in Bezug auf den künftig erhöhten Fachkräftebedarf sei die Lesekultur entscheidend: Lesekompetenz ist nach Erkenntnissen von Bildungsforschern auch Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung in Fächern wie Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften. Was also ist zu tun? Dazu Storm: "Wir müssen weiter die frühkindliche Bildung und die Weiterbildung ausbauen."


    Weitere Informationen:

    http://www.bmbf.de/press/2473.php


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

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